Motorsport Motorrad
Lorenzo sichert sich in Sepang den Titel

Jorge Lorenzo steht ein Rennen vor dem Saisonende als alter und neuer Motorrad-Weltmeister in der Klasse bis 250ccm fest. In der 125ccm-Klasse verpasste Sandro Cortese nach einem Sturz den Sprung auf das Podest.

Am Tag von Jorge Lorenzos erfolgreicher Titelverteidigung hätte auch Sandro Cortese das Highlight seiner bisherigen Karriere feiern können. Doch auf dem Weg zum ersten Podestplatz wurde der 17-Jährige vom eigenen Übermut gebremst. Von Startplatz drei aus ins Rennen der Klasse bis 125ccm gegangen, gehörte der Aprilia-Pilot aus Berkheim beim Großen Preis von Malaysia in Sepang bis zur vorletzten Kurve der Spitzengruppe an, ehe er zu viel wagte und bei einem Überholmanöver stürzte.

"Der Sturz war unnötig"

"Der Sturz war unnötig, aber er ist passiert", meinte die deutsche Nachwuchs-Hoffnung zerknirscht. Auf die bis kurz vor Schluss beste Darbietung seiner Karriere konnte der Italo-Schwabe dennoch stolz sein. "Eigentlich ist das ganze Wochenende super für mich gelaufen", meinte er: "Dass ich mich behaupten und die ganze Zeit so weit vorne mithalten konnte, hat mir natürlich viel Selbstvertrauen gegeben."

Ein großes Lob erhielt Cortese von Teamchef Daniel Epp. "Sandro hat heute die Zweikampfstärke gezeigt, die ich mir immer von ihm gewünscht habe", sagte der Schweizer: "Dass er konstant in der Spitzengruppe mithalten konnte, lässt auf nächste Saison hoffen."

Dort wird Cortese mit einer Werks-Aprilia des laufenden Jahres fahren. Der ebenfalls erst 17-Jährige Stefan Bradl (Zahling) wird sogar eine aktuelle bekommen. In Malaysia konnte er als 13. kein weiteres Highlight setzen, auch wenn er bei großer Hitze gegenüber dem Start immerhin sechs Plätze gut machte.

Lorenzo krönt sich erneut zum Weltmeister

Gemischte Gefühle hatte auch Dirk Heidolf, der bei den 250ern 15. wurde. "Es ist nicht schlecht, weil es ein Punkt ist, aber der ist eigentlich zu wenig", sagte der Sachse, der für die kommende Saison noch kein Team gefunden hat.

Geklärt ist die Zukunft von Lorenzo. Der 20-Jährige wird in die Motogp aufsteigen und Teamkollege des siebenmaligen Weltmeisters Valentino Rossi (Italien) bei Yamaha. Mit seinem zweiten Titel in Folge empfahl sich der Spanier nachdrücklich. An die große Herausforderung wollte der Aprilia-Pilot nach dem entscheidenden dritten Platz beim Sieg des Japaners Hiroshi Aoyama (KTM) in Malaysia aber nicht denken: "Das ist ein großer Moment für mich. Jetzt feiere ich erst einmal, als wäre es das Ende der Welt."

In der Motogp durfte sich Casey Stoner bereits vor einem Monat als Weltmeister feiern lassen, doch der Ducati-Pilot siegt unbeeindruckt weiter und war in Malaysia bereits zum zehnten Mal in dieser Saison erfolgreich. Auf den zweitplatzierten Rossi, der Fünfter wurde, hat Stoner nun beeindruckende 106 Punkte Vorsprung.

Offen ist beim Saison-Finale am 4. November nur noch die Titelfrage bei den 125ern. Beste Chancen auf seine erste WM-Krone hat dabei Gabor Talmacsi (Aprilia). Der Ungar siegte in Sepang und hat nun zehn Punkte Vorsprung auf seinen diesmal drittplatzierten Teamkollegen Hector Faubel (Spanien). In Valencia reicht Talmacsi Platz drei, um den Titel aus eigener Kraft zu sichern.

© SID

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