Motorsport Motorrad
Schumacher überzeugt auch auf dem Motorrad

Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher mischt nach seinem Ende in der "Königsklasse" nun die Motorrad-Welt auf. Er belegte im ersten Rennen in Misano Platz vier.

Nach seinem Karriereende in der Formel 1 kann sich der Rekordweltmeister Michael Schumacher noch nicht zur Ruhe setzen. Nun mischt er auf zwei Rädern im Motorsport mit. Bei seinem ersten offiziellen Motorrad-Rennen belegte der 39-jährige Kerpener von Startplatz drei aus den vierten Platz und fuhr auf seiner KTM Super Duke 990 die zweitschnellste Runde im Feld.

Schumacher: "Das hat richtig Spaß gemacht"

Vor dem Start in der italienischen KTM-Super-Duke-Trophy hatte der siebenmalige Formel-1-Champion noch ganz zurückhaltend die Qualifikation für das Rennen als Ziel ausgegeben. "Das hat richtig Spaß gemacht", sagte Schumacher, der nach der ersten Runde zwischenzeitlich auf Rang elf zurückgefallen war: "Sich dann durchs Feld nach vorne zu kämpfen, war klasse, das Überholen war richtig gut."

Seine Motivation, nach 250 Formel-1-Rennen noch einmal "umzuschulen", erklärte Schumacher im Gespräch mit der Bild am Sonntag mit dem intensiveren Fahrerlebnis auf zwei Rädern: "Was ich daran so genieße, ist, dass du so unmittelbar dran bist. Das Fahrgefühl ist so viel stärker, du hast die Knie am Boden und kein Cockpit um dich herum." Schumacher vermisst offenbar auch die Heerscharen von Mechanikern nicht, die in der Formel 1 zum Alltag gehören: "Und außerdem kannst du noch selbst daran herumschrauben. Bereits im November 2007 hatte Schumacher vor dem Saisonfinale der Motorrad-WM in Valencia die Experten beeindrucht, als er mit der Werks-Ducati des Motogp-Weltmeisters Casey Stoner (Australien) nur fünf Sekunden über dem Streckenrekord blieb. An Ostern feierte er in Barcelona dann sogar seinen ersten Sieg in einem Hobbyrennen.

Trotz aller Erfolge ist eine zweite Profi-Karriere des Deutschen offenbar eher nicht zu erwarten: "Das ist nur Spaß. Ich habe keine speziellen Ambitionen, in irgendeine Rennserie einzusteigen", sagte er der Bams. Als bislang einziger Rennfahrer war der Brite John Surtees in den 50er und 60er Jahren sowohl Motorrad- als auch Formel-1-Weltmeister (1964). Er war damals vom Zweirad ins Auto umgestiegen.

© SID

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