Motorsport Motorrad
Technischer Defekt stoppt Bradl in San Marino

Beim Großen Preis von San Marino hat Stefan Bradl einen herben Rückschlag einstecken müssen. Auf Platz drei liegend schied der 18-Jährige mit einem technischen Defekt aus.

Trotz einer starken Aufholjagd hat Stefan Bradl in der Motorrad-WM den dritten Podiums-Platz in Folge verpasst. Ein technischer Defekt machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Beim in der Breite erfolgreichen deutschen Wochenende in Misano/San Marino hatte sich der 18-Jährige zwei Wochen nach dem ersten Sieg der Karriere von Startplatz elf auf Rang drei vorgearbeitet, ehe ihn ein elektrisches Problem an seiner Aprilia stoppte.

"Das ist sehr schade. Das Podium war auf jeden Fall wieder drin", meinte der Sohn des früheren Vize-Weltmeisters Helmut Bradl, der vor seinem Erfolg in Brünn/Tschechien Platz zwei beim Heimspiel auf dem Sachsenring belegt hatte: "Aber ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen, so etwas passiert eben mal. Und ich kann mit meiner Leistung auch zufrieden sein."

Letztlich fiel der Bayer aus Zahling hinter den siegreichen Titelverteidiger Gabor Talmacsi (Ungarn/Aprilia) vom dritten auf den vierten Platz der WM-Wertung in der Achtelliterklasse zurück, erfolgreicher verlief das Wochenende für ein deutsches Trio. Sandro Cortese (Berkheim/Aprilia) belegte einen guten siebten Platz und rückte in der WM-Wertung vom neunten auf den achten Rang vor, zwei Youngsters kamen zu ihren Zählern in der WM.

15-jähriger Folger fährt einen Punkt ein

Der erst 15 Jahre alte Jonas Folger (Schwindegg/KTM), bei seinem Debüt in Brünn als jüngster deutscher WM-Fahrer aller Zeiten ausgeschieden, fuhr als 15. einen Punkt ein. Der 18-Jährige Chemnitzer Toni Wirsing nutzte in der Viertelliterklasse zahlreiche Ausfälle und kam beim fünften Start erstmals zu zwei Zählern. Dagegen wurde Bradls Teamkollege Robin Lässer (Isny/Aprilia), der in Brünn seinen ersten Punkt eingefahren hatte, nur 20. in der Achtelliterklasse.

Derweil scheint in der Königsklasse Motogp die Entscheidung zu Gunsten von Superstar Valentino Rossi bereits fünf Rennen vor dem Saisonende gefallen: Der italienische Yamaha-Pilot hat nach seinem sechsten Saisonsieg bereits 75 Zähler Vorsprung vor Titelverteidiger Casey Stoner. Der australische Ducati-Pilot war zum siebten Mal in Folge von der Pole Position gestartet, fiel aber bereits früh nach einem Fahrfehler aus.

Bautista gewinnt kurioses Rennen

Bei den 250ern gewann Alvaro Bautista das spannenste und kurioseste Rennen der Saison. Nach zahlreichen Stürzen und Führungswechseln setzte sich der spanische Aprilia-Pilot vor dem japanischen Honda-Fahrer Yuki Takahashi durch. In der WM-Wertung führt weiter der nach einem Ausritt ins Kiesbett diesmal nur sechstplatzierte Italiener Marco Simoncelli (Gilera/190 Punkte).

Im nächsten Rennen am 14. September kommt es zur Motorrad-Premiere im Motorsport-Mekka Indianapolis. "Das ist für uns alle neu. Ich werd mal sehen, dass ich bis dahin ein entsprechendes Spiel auftreibe und die Strecke wenigstens schon mal am Computer fahren kann", meinte Bradl.

© SID

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