Motorsport Motorrad
Vier deutsche Asse starten in die Motorrad-WM

Bei der in Jerez beginnenden Motorrad-WM gehen vier deutsche Piloten an den Start. Alex Hofmann und Dirk Heidolf wollen endlich mehr Punkte holen, die Youngster Sandro Cortese und Stefan Bradl Erfahrung sammeln.

Nach den enttäuschenden Auftritten in der vergangenen Saison soll nun mit einem dezimierten Aufgebot mehr Erfolg her. Entsprechend hoffnungsvoll gehen die deutschen Motorrad-Fahrer in die an diesem Wochenende beginnende WM-Saison. Nach dem Rücktritt von Steve Jenkner und den Ausstiegen von Dario Giuseppetti und Sascha Hommel vertreten nur noch vier Fahrer 2006 die deutschen Farben. Die Hoffnung ist jedoch berechtigt, dass die miserable Ausbeute aus dem Vorjahr von nur 63 Punkten der insgesamt sieben Piloten überboten wird.

Kurzfristig ruhen die größten Erwartungen in der am Sonntag im spanischen Jerez beginnenden Saison auf dem einzigen Motogp-Fahrer Alex Hofmann (Bochum), der nach dem Wechsel von Kawasaki zu Ducati um seine möglicherweise letzte Chance und vielleicht sogar darum kämpft, im nächsten Jahr vom Privatteam ins Ducati-Werksteam aufzusteigen.

Heidolf im freien Training auf Rang sechs

"Das wäre natürlich ein Traum", sagt der Wahl-Schweizer: "Ich werde alles tun, damit Ducati mitkriegt, dass ich gute Arbeit leiste. Alles andere liegt nicht in meiner Hand." Nach dem verkorksten Vorjahr mit zwei Stürzen "ist das natürlich ein superwichtiges Jahr für mich". Erstmals in seiner Karriere geht Hofmann als Nummer eins eines Teams in eine Saison.

Dirk Heidolf (Hohenstein-Ernstthal) will bei den 250ern mit einem gewachsenen Team und dem starken Kollegen Anthony West (Australien) endlich konstant in die Punkteränge fahren. Im ersten freien Training setzte er mit dem sechsten Rang gleich eine erste Duftmarke. Sandro Cortese (Erolzheim) ist nach seiner vielversprechenden Premieren-Saison künftig Teamkollege des Schweizer Weltmeisters Tom Lüthi bei Honda. Stefan Bradl (Zahling), Sohn des früheren Vize-Weltmeisters Helmut Bradl, scheint nach drei überraschend starken Wildcard-Auftritten 2005 in seiner ersten Saison als Stammfahrer mindestens gut für Achtungserfolge.

Rossi schon wieder der Top-Favorit

Vor der neuen Saison hat Serien-Weltmeister Valentino Rossi einmal mehr allen Grund zur Freude. Der Italiener holte seit der Einführung der Motogp 2002 alle Titel, gewann im Vorjahr elf von 17 Rennen und verpasste das Podium nur durch einen Sturz in Motegi.

Anfang des Jahres äußerten sich Konkurrenten wie Vize-Weltmeister Marco Melandri, Aufsteiger Dani Pedrosa und die Ducati-Fahrer Sete Gibernau und Loris Capirossi noch forsch. Kurz vor Saisonstart scheinen aber alle frustriert und Rossi angesichts der bemühten Angriffe eher schon wieder gelangweilt. "Ich habe die beste Maschine", bekannte der Italiener, der im ersten freien Training gleich die Bestzeit vorlegte.

"Ich denke, er wird ähnlich dominieren wie 2005 und sicher wieder mindestens zehn Siege einfahren", meint der US-Amerikaner Randy Mamola, viermaliger Vize-Weltmeister und heute Motogp-Experte bei Eurosport.

© SID

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