Motorsport Nascar
Montoya hat keine Chance mehr auf Nascar-Titel

Nach dem 19. Platz beim 500-Meilen-Rennen in Bristol/Tennessee hat der frühere Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya keine Chance mehr auf den Titel in der Nascar-Serie.

Schlechte Nachrichten für den früheren Formel-1-Piloten Juan Pablo Montoya: Der 32 Jahre alte Kolumbianer verliert seinen Hauptsponsor und hat nach einem 19. Platz beim 500-Meilen-Rennen in Bristol/Tennessee auch theoretisch keine Chance mehr, sich mit seinem Dodge Charger für das am 14. September in Loudon/New Hampshire beginnende Play-off-Finale zu qualifizieren.

Montoya liegt in der Gesamtwertung nach 24 von insgesamt 36 Rennen nur auf Rang 21. Nur die zwölf besten von insgesamt 43 Nascar-Piloten ermitteln in den letzten zehn Rennen den Champion. Auch im vergangenen Jahr war "JPM" als 20. vorzeitig gescheitert. Er konnte sich 2007 aber immerhin damit trösten, die Saison als bester Neuling beendet zu haben.

Nur ein Sieg in 61 Nascar-Rennen

In bisher 61 Nascar-Rennen gelang Montoya nur ein einziger Sieg am 24. Juni 2007 in Sonoma/Kalifornien, als er sich mit dem letzten Tropfen Benzin ins Ziel rettete. In diesem Jahr war Platz zwei in Talladega das beste Resultat für den ehemaligen BMW-Williams - und Mclaren-Mercedes-Piloten. Zu wenig, um sich im Konzert der Großen mit Superstar Dale Earnhardt jr. oder dem viermaligen Champion Jeff Gordon zu behaupten.

Zudem zieht sich Montoyas Hauptsponsor Chevron Texaco nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes (sid) am Ende der Saison wegen Erfolglosigkeit aus der populärsten Tourenwagenserie der Welt zurück. Der US-Gigant, einer der weltgrößten Energiekonzerne, engagiert sich seit 20 Jahren in der ersten Nascar-Liga und hat das Chip-Ganassi-Team von Montoya jährlich mit über zehn Mill. Dollar unterstützt. Was das für den Indy-500-Gewinner von 2000, der einen Fünf-Jahres-Vertrag bei Ganassi unterschrieben hat und dafür rund sieben Mill. Dollar Grundgehalt bezieht, bedeutet, steht momentan in den Sternen.

Unterdessen hat der US-Amerikaner Carl Edwards (Ford Fusion) in Bristol vor ausverkauftem Haus (160 000 Zuschauer) den sechsten Saisonsieg erzielt und damit den Rückstand auf seinen Landsmann Kyle Busch (8 Saisonsiege) auf 212 Punkte reduziert (3 397:3 609). Busch belegte im Toyota Camry Platz zwei vor seinem Teamkollegen Danny Hamlin.

© SID

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