Motorsport Nascar: Montoya will das Feld von hinten aufrollen

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Montoya will das Feld von hinten aufrollen

Nach einem Crash im Qualifying startet Juan Pablo Montoya heute bei seinem Debüt in der US-Nascar-Serie von Position 36 aus ins "Daytona 500". Die ersten zwei Startplätze gingen an David Gilliland und Ricky Rudd.

Der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya gibt heute (21.00 Uhr/live auf Premiere) beim "Daytona 500" sein Debüt in der US-Nascar-Serie. Trotz seines Unfalls im Qualifying am Donnerstag, der ihm eine Top-Startplatzierung kostete, hat der Kolumbianer sein Glück hinter dem Lenkrad wiedergefunden. "Ich könnte in dieser tollen Serie an jedem Wochenende ein Rennen fahren", sagte der Südamerikaner voller Überschwang.

Montoya ist voller Tatendrang

Montoya hat sich viel vorgenommen nach einer verkorksten Formel-1-Saison 2006. Im Mclaren-Mercedes wurde er dort WM-Achter, schaffte nur zweimal (Imola/3. und Monte Carlo/2.) den Sprung aufs Podium und wurde ausgemustert. Doch jenseits des Großen Teichs scheint Montoya wieder bereit für mehr. Dies unterstrich er bereits vor drei Wochen mit seinem Triumph beim 24-Stunden-Rennen in Daytona.

Die legendäre Rennstrecke in Florida liegt Montoya, dies bewies er auch am Donnerstag im Qualifying für das Spektakel am Sonntag. Der 31-Jährige musste nach einem Mauerkontakt vorzeitig aufgeben, fuhr bis dahin aber dem Feld davon. "Ich habe schon zwei Runden zuvor gemerkt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Beim Einlenken in Turn drei ist das Auto dann plötzlich geradeaus in die Mauer gerutscht", sagte Montoya dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Schade für mein Team. Die Jungs haben einen tollen Job gemacht, denn das Auto war einfach fantastisch."

Montoya hatte schon in der fünften Runde die Spitze übernommen und dort anschließend 19 Runden lang das Tempo bestimmt. Dann brach an seinem Dodge Charger bei fast 300 km/h die vordere rechte Radnabe. Die Folge: Montoya, der sein Auto breitseits in die Mauer setzte und damit Schlimmeres verhinderte, steht nur auf dem 36. Startplatz unter 43 Teilnehmern, die sich für die 49. Auflage des berühmten Tourenwagen-Klassikers qualifiziert haben.

"Das ist bei einem so langen Rennen kein Problem"

"Das ist bei einem so langen Rennen aber kein Problem. Ich kann es kaum erwarten, bis es endlich losgeht", meinte Montoya. Er freue sich auf die reizvolle Aufgabe, das Feld von hinten aufrollen zu können: "Dabei werde ich sicher viel Spaß haben." Einige seiner neuen Kollegen sehen das allerdings völlig anders. "Der wäre besser da geblieben, wo er herkommt. Auf so einen wie ihn haben wir hier gerade noch gewartet", sagte ein Rivale.

Die millionenschweren Stars in der populärsten Tourenwagenserie der Welt befürchten, dass ihnen Montoya die Show stiehlt. In der Tat steht der frühere IRL- und Indy-500-Champion im Mittelpunkt des Interesses. Mehr als zwei Dutzend Kamerateams verfolgen ihn auf Schritt und Tritt. Was früher in der Königsklasse für "JPM" eine Qual war, nimmt er jetzt billigend und erstaunlich cool in Kauf. Trotz seines großen Pechs gab er der Weltpresse locker und gut gelaunt Auskunft, erst dann verschwand der neue Nascar-Superstar mit Ehefrau Connie in der Box, um ihr den Ausfallgrund zu zeigen.

Unterdessen konnten sich die beiden Ford-Teamkollegen David Gilliland und Ricky Rudd in ihren Fusion überraschend die erste Startreihe sichern. Die Top-Favoriten Tony Stewart (Chevrolet), Kurt Busch (Dodge) und Dale Earnhardt jr. (Chevrolet) gehen von den Startpositionen drei bis fünf auf die exakt 800,40km lange Distanz und kämpfen dabei vor mehr als 200 000 Zuschauern um ein Rekordpreisgeld in Höhe von knapp 18,4 Mill. Dollar.

© SID

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