Motorsport Nascar
Spektakulärer Auftakt in der Nascar-Serie

Mit zwei Massenunfällen und einem packenden Finale ist die US-Nascar-Serie beim 500-Meilen-Rennen von Daytona spektakulär in die Saison gestartet. Am Ende hatte Kevin Harvick (USA) im Chevrolet die Nase vorn.

Beim Saisonauftakt der US-Nascar-Serie konnten sich die Fans nicht über Langeweile beklagen. Zwei Massenunfälle, Clint Bowyer nach einem Überschlag brennend auf dem Dach liegend ins Ziel und ein packendes Finale - den Zuschauern wurde einiges geboten.

Der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya gehörte allerdings nicht zu den Attraktionen. Beim berühmten 500-Meilen-Rennen von Daytona war der Kolumbianer ohne Chance und musste sich mit dem 19. Platz unter 43 Konkurrenten zufrieden geben. "Auch durch Veränderungen während des Rennens haben wir das lästige Untersteuern nicht in den Griff bekommen", sagte Montoya, an dessen Dodge Charger zum Schluss auch noch Getriebeprobleme auftraten.

Montoya erreicht erstmals das Ziel

Immerhin erreichte der 31-jährige bei seinem zweiten Einsatz in der Top-Liga des US-Motorsports erstmals das Ziel. Zudem deutete Montoya mit der zweitbesten Rennrunde (46,857 Sekunden) sein Können an. Dies hatte er bereits mit seinem Sieg drei Wochen zuvor beim 24-Stunden-Rennen auf dem gleichen Kurs unter Beweis gestellt.

In einem spektakulären Finish sicherte sich Kevin Harvick in einem Chevrolet Monte Carlo nach 202 Runden (812,545km) den ersten Triumph auf der Traditionsrennstrecke an der Ostküste Floridas und kassierte dafür 1,51 Mill. Dollar Preisgeld. "Das war das verrückteste Daytona-Rennen, das ich je erlebt habe", sagte Harvick dem Sport-Informations-Dienst (sid). Zu Beginn der vorletzten Runde hatte der 31-Jährige nur an siebter Stelle gelegen. In seinem 179. Nascar-Rennen feierte der Kalifornier den elften Sieg.

Martin hauchdünn geschlagen

Markenkollege Mark Martin hatte vor 220 000 Fans im ausverkauftem Tri-Oval mit der Winzigkeit von nur zwei Hundertstelsekunden Rückstand das Nachsehen. Ihn konnte auch das beste Resultat bei seinem 23. Daytona-Start nicht trösten. Jeff Burton und Mike Wallace sorgten bei der 49. Auflage des "Daytona 500" für einen Vierfach-Triumph von Rekordsieger Chevrolet (20 Siege, davon fünf seit 2003 in Folge).

Dagegen musste Neueinsteiger Toyota beim Debüt in der populärsten Tourenwagenserie der Welt Lehrgeld zahlen. Der frühere Nascar-Gewinner Dale Jarrett belegte im Camry nur Platz 22.

Unfälle mit 20 Fahrzeugen

Bei zwei Massenunfällen in den letzten sieben Runden waren insgesamt 20 Fahrzeuge beteiligt. Wegen der vielen Trümmerteile wurde das Rennen aus Sicherheitsgründen in der 198. Runde abgebrochen und reglementbedingt anschließend um zwei Runden verlängert.

Wie einst der Österreicher Dieter Quester bei einem DTM-Lauf 1990 auf der Berliner Avus überquerte Chevy-Pilot Clint Bowyer nach einem spektakulären Überschlag mit dem brennenden Auto auf dem Dach liegend unverletzt die Ziellinie und wurde noch als 18. vor Montoya gewertet.

Auch Earnhardt in Crash verwickelt

Unter den Crash-"Opfern" befand sich Dale Earnhardt jr. als einer der Top-Favoriten. Dessen berühmter Vater, der siebenmalige Nascar-Champion Dale Earnhardt sr., war auf den Tag genau vor sechs Jahren am 18. Februar 2001 beim berühmten US-Tourenwagen-Klassiker ums Leben gekommen.

Beim "größten Rennen Amerikas" wurde Rekordpreisgeld in Höhe von insgesamt 18 386 023 Dollar verteilt. Selbst der 43. und Letzte im Klassement konnte sich noch über 334 931 Dollar freuen.

© SID

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