Motorsport National
Audi will europäische Langstreckenserie aufmischen

Das Audi Sport Team Joest wird in der Saison 2008 mit zwei Audi R10 TDI in die Le-Mans-Serie (LMS) einsteigen. "Wir wollen den Titel", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich.

Nach den großen Erfolgen der letzten Jahre in der American Le Mans Serie (Alms) will Audi künftig versuchen, auch beim europäischen Pendant in der Le-Mans-Serie (LMS) vorne mitzumischen. Beim Saisonauftakt am 6. April in Barcelona gehen die Ingolstädter mit einer hochkarätigen Fahrermannschaft und dem erfolgreichsten Le-Mans-Team aller Zeiten an den Start. Insgesamt sind fünf Rennen vorgesehen, darunter die Langstrecken-Klassiker in Monza (Italien), Spa (Belgien), Silverstone (Großbritannien) und - der Höhepunkt aus deutscher Sicht: das 1 000-km-Rennen auf dem Nürburgring.

Der Klassiker wird seit 1953 auf dem Nürburgring ausgetragen und ist das einzige Rennen für Sportprototypen auf dem Eifelkurs. Motorsport-Idole wie Jacky Ickx, Stirling Moss oder Jochen Mass konnten sich hier bereits in die Siegerlisten eintragen. "Beim 1 000-km-Rennen bringen wir das einzigartige Flair des 24-Stunden-Rennens von Le Mans in die Eifel", sagte Organisationsleiter Peter Geishecker: "Mit dem Start der Werks-Audi wird die Veranstaltung, die seit 2004 eine Renaissance erlebt, noch weiter aufgewertet."

Capello und Co. gehen mit Dieselpower auf Titeljagd

Bei allen Rennen der vom Automobile Club de l Ouest (ACO) organisierten Langstrecken-Meisterschaft setzt das Audi Sport Team Joest zwei Audi R10 TDI der neuesten Generation für Rinaldo Capello (Italien) und Allan Mcnish (Schottland) sowie Alexandre Premat (Frankreich) und Mike Rockenfeller (Neuwied) ein.

Erstmals seit dem Einstieg in den Langstrecken-Sport vor zehn Jahren bestreitet Audi damit werksseitig eine Sportwagen-Rennserie in Europa. Bislang hatte Audi mit dem Diesel-Sportwagen R10 TDI in der American Le Mans Serie (Alms) den Ton angegeben.

"Bisher haben die europäischen Fans den R10 TDI nur bei den 24 Stunden von Le Mans zu sehen bekommen", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. Er freue sich sehr, dass es in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem ACO die Basis gelungen ist, den Diesel-Sportwagen auch bei den klassischen europäischen 1 000-Kilometer-Rennen an den Start bringen zu können.

"Wir wollen zeigen, wer den besten Sportwagen und die besten Dieselmotoren baut"

Die Le-Mans-Serie hatte bereits im vergangenen Jahr ein attraktives Starterfeld, meint Ullrich: "Das Werksengagement von Audi wird die Meisterschaft sicher noch weiter aufwerten." Die Läufe der europäischen Le-Mans-Serie sind alle zwischen fünf und sechs Stunden lang und damit echte Langstrecken-Rennen, bei denen es auf Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und geringen Kraftstoffverbrauch ankommt - alles Kriterien, die Audi laut Ullrich besonders wichtig sind.

Das Audi Sport Team Joest setzt in der Le-Mans-Serie zwei Audi R10 TDI der dritten Generation ein, wie sie auch bei den 24 Stunden von Le Mans am 14./15. Juni 2008 an den Start gehen werden. Das Team von Reinhold Joest ist seit mehr als zehn Jahren Partner von Audi Sport, fünf Le-Mans-Siege und vier Titel in der Alms sprangen in dieser Zeit heraus.

"Mit unserer Mischung aus routinierten und jungen Fahrern sollten wir für die harte Aufgabe, die uns in der Le-Mans-Serie erwartet, gut gerüstet sein", sagt Ullrich. "Unser Ziel ist klar: Wir wollen den Titel nach Ingolstadt und Neckarsulm holen und zeigen, wer den besten Sportwagen und die besten Dieselmotoren baut."

© SID

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