Motorsport Rallye
Alphand gewinnt erstmals Dakar-Rallye

Der Franzose Luc Alphand hat erstmals die Dakar-Rallye für sich entschieden. Der Mitsubishi-Pilot siegte mit 17:53 Minuten Vorsprung vor dem Südafrikaner Giniel de Villiers im VW-Touareg.

Der Franzose Luc Alphand hat die 28. Auflage der Dakar-Rallye im Mitsubishi für sich entschieden und seinem Team zum 11. Dakar-Erfolg verholfen. Nach 9 043 Kilometern von Lissabon nach Dakar hatte der frühere Ski-Weltcupsieger 17:53 Minuten Vorsprung vor dem Südafrikaner Giniel de Villiers, der für den Wolfsburger Automobilkonzern VW im Touareg das beste Ergebnis eines Dieselautos in der 28-jährigen Dakar-Geschichte einfuhr.

Peterhansels Fauxpas bringt Alphand den Sieg

Alphand profitierte bei seinem Sieg vom Pech seines Teamkollegen Stephane Peterhansel, der am Ende Vierter wurde. Der Vorjahressieger und sechsmalige Motorrad-Gewinner aus Frankreich hatte am Donnerstag nach einem Schaden an der Radaufhängung die Führung verloren und damit die Chance auf den dritten Triumph im Auto in Serie verpasst. Den dritten Platz belegte Juan "Nani" Roma (Spanien/1:50:38 Stunden zurück), der ebenfalls im Mitsubishi an den Start gegangen war.

Für VW holten Mark Miller aus den USA mit Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Karlshof), Weltcupsieger Bruno Saby (Frankreich) sowie der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz aus Spanien, der bei seiner Dakar-Premiere vier Etappensiege feierte, die Plätze fünf, acht und elf.

Kleinschmidt muss sich geschlagen geben

Für Jutta Kleinschmidt hingegen lief die diesjährige Wüsten-Rallye hingegen nicht optimal. Die Siegerin von 2001 war auf der 10. von 15 Etappen am vergangenen Dienstag wegen eines Schadens an der Radaufhängung ausgeschieden. Nicht ins Ziel kamen auch der sechsmalige deutsche Rallye-Meister Matthias Kahle (Görlitz), der mit einem Honda-Buggy zwischenzeitlich unter den Top Ten lag, sowie die frühere DTM-Pilotin Ellen Lohr (Mönchengladbach) in einem Mercedes.

Letzte Etappe neutralisiert

Leider waren auch bei der diesjährigen Dakar-Rallye Todesopfer zu beklagen. Neben dem Motorradpiloten Andy Caldecott (Australien), der auf der 9. Etappe verunglückte, starb am Freitag in Guinea ein 10-jähriger Junge, nachdem er vom Auto des Letten Maris Saukans erfasst worden war. Nur einen Tag später verletzte im Senegal ein Begleitfahrzeug einen 12-jährigen Jungen tödlich. Die Veranstalter hatten daraufhin bei der letzten Etappe am Sonntag die 31 Kilometer lange Wertungsprüfung neutralisiert.

© SID

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