Motorsport Rallye
De Villiers erringt ersten Dakar-Sieg für VW

Giniel de Villiers und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz haben die Rallye Dakar gewonnen. Der VW-Pilot sorgte damit für den ersten Sieg eines Diesel-Fahrzeugs.

Nach 14 Etappen und 9 574 Kilometern quer durch Argentinien und Chile hatte VW den historischen Triumph bei der Rallye Dakar unter Dach und Fach gebracht. Durch den Sieg von Giniel de Villiers und seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz am Samstagabend sicherte sich nicht nur der Südafrikaner seinen ersten Erfolg bei dem Wüsten-Spektakel, auch VW erntete nach mehreren vergeblichen Versuchen endlich den Lohn jahrelanger Mühen.

Sechs erfolglose Versuche hatten die Wolfsburger bisher unternommen, entsprechend groß war bei allen Beteiligten die Erleichterung. "Ich freue mich für das Team, das uns so lange unterstützt hat", sagte de Villiers.

Erfolgsserie von Mitsubishi beendet

Mit dem ersten Sieg eines Dieselautos bei der Dakar überhaupt beendete VW die sieben Jahre andauernde Erfolgsserie von Mitsubishi, das bereits in der ersten Woche die Ausfälle von Titelverteidiger Stephane Peterhansel (Frankreich) sowie der Mitfavoriten Luc Alphand (Frankreich) und Hiroshi Masuoka (Japan) hinnehmen musste.

Auf der letzten, 792km langen Wertungsprüfung (227 Wertungskilometer) zeigte de Villiers noch einmal seine Klasse. Hatten die VW-Teams am Freitag noch eine Konvoi-Taktik gewählt, bei der Dieter Depping (Wedemark) für seine Teamkollegen de Villiers und den Gesamtzweiten Mark Miller (USA) die Spur zog, bekamen die beiden Topplatzierten auf dem letzten Teilstück freie Fahrt, um den Sieg untereinander auszufahren.

Von jeglichen Absprachen losgelöst, sicherte sich der Südafrikaner, der 2006 die Dakar als Zweiter beendet hatte, seinen zweiten Tagessieg und baute den Vorsprung in der Gesamtwertung auf seinen Markenkollegen Mark Miller auf 8:59 Minuten aus. "Das war der emotionalste Moment meines Lebens", sagte de Villiers. Auf Rang drei des Gesamtklassements landete Robby Gordon (USA) mit seinem Hummer (1:46:15 Stunden zurück). Mit Platz sechs vervollständigte Dieter Depping (8:28:55) als bester Deutscher das beeindruckende VW-Ergebnis.

Spanier Coma sichert sich Motorradsieg

Bei den Motorrädern feierte der Spanier Marc Coma einen deutlichen Start-Ziel-Sieg. Der bereits 2006 erfolgreiche KTM-Pilot hatte seine Konkurrenten bereits auf der ersten Etappe geschockt, als er das Teilstück mit mehr als 40 Minuten Vorsprung gewann. Am Ende hatte er 1:25 Stunden Vorsprung auf Vorjahressieger Cyril Despres aus Frankreich (KTM). Im vorletzten Jahr hatte Coma den ebenfalls schon sicher geglaubten Sieg auf der letzten Etappe noch aus der Hand gegeben, als er nach einem schweren Sturz verletzt aufgeben musste.

© SID

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