Motorsport Rallye
Geldstrafe für Veranstalter der Portugal-Rallye

Wegen unzureichender Sicherheitsvorkehrungen wurden die Veranstalter der Portugal-Rallye vom Automobil-Weltverband FIA zu einer Strafe von 50 000 Euro verurteilt. Im Training war es zu einem ernsten Unfall gekommen.

Am Sonntag endete die Portugal-Rallye mit dem Sieg des dreimaligen Weltmeisters Sebastien Loeb aus Frankreich. Für die Veranstalter des Events gibt es allerdings noch ein Nachspiel: Sie wurden vom Automobil-Weltverband FIA zu einer Geldstrafe von 50 000 Euro verurteilt.

Dem Veranstalter ACP Motorsport in Lissabon wurde vorgeworfen, dass in einer deklarierten Verbotszone die Absperrbänder fehlten. Und prompt war es an dieser Stelle im Training zu einem Unfall gekommen, als Lokalmatador Armindo Araujo im Mitsubishi von der Strecke abgekommen war. Dabei wurden fünf Menschen verletzt.

Organisatorische Mängel und undisziplinierte Fans hatten bereits 2001 dazu geführt, dass die Rallye von 2002 bis 2006 aus dem WM-Kalender gestrichen wurde. Zu trauriger Berühmtheit gelangte die WM-Rallye 1986, als Ford-Pilot Joaquim Santos (Portugal) in eine Menschenmenge gerast war. Dabei wurden drei Zuschauer getötet und 33 weitere zum Teil schwer verletzt.

Das tragische Unglück war der schwerste Zwischenfall in der WM-Geschichte. Er führte damals zu einem Fahrerstreik und letztendlich auch zum Verbot der über 500 PS starken so genannten Gruppe-B-Autos. Unter dem Eindruck dieses Ereignisses hatte sich Audi im Mai 1986 werksseitig aus dem Rallyesport zurückgezogen.

© SID

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