Motorsport Rallye
Grönholm verliert nach Unfall Boden auf Loeb

Marcus Grönholm ist am ersten Tag der Japan-Rallye nach einem Unfall ausgeschieden. Damit musste der WM-Spitzenreiter einen schweren Rückschlag im Duell mit Sebastien Loeb einstecken.

Im Titelduell mit Sebastien Loeb hat Marcus Grönholm einen schweren Rückschlag einstecken müssen. Der WM-Spitzenreiter schied am ersten Tag der Japan-Rallye nach einem schweren Unfall aus. Auf der vierten Wertungsprüfung rutschte der Finne mit seinem Ford Focus von der Strecke und beschädigte sein Auto erheblich. Zwar beendete er die Prüfung noch mit rund einer Minute Rückstand, danach musste er aber wegen eines verzogenen Überrollkäfigs aufgeben.

"Der Kampf um den Titel ist immer noch offen, egal wie die Rallye hier ausgeht. Aber eine Nullnummer macht es natürlich schwieriger", sagte Grönholm, der hofft, dass dieser Unfall nicht die gleichen Folgen hat wie ein ähnlicher Crash in der vorigen Saison in Australien: "Das hat mich damals den Titel gekostet."

Titelverteidiger Loeb könnte jetzt mit dem vierten Sieg in Folge aus seinem Vier-Punkte-Rückstand auf Grönholm (100:104) einen Sechs-Punkte-Vorsprung bei danach noch zwei ausstehenden Rallyes machen. Laut Aussage seines Citroen-Teamchefs könnte sich der Franzose möglicherweise auch mit einem zweiten Platz zufrieden geben, weil er kein zu großes Risiko eingehen will.

Nach Abschluss des ersten Tages mit zehn Prüfungen des ersten Tages lag Loeb mit 10,3 Sekunden Rückstand auf Grönholms führenden Landsmann und Teamkollegen Mikki Hirvonen auf diesem zweiten Rang. Nur 3,4 Sekunden hinter dem dreimaligen Weltmeister, der mit dem vierten Titel in Serie den Rekord von Tommi Mäkinen (Finnland) einstellen würde, folgte auf Rang drei in Jari-Matti Latvala ein weiterer Finne in einem Kunden-Ford des werksunterstützten Stobart-Teams.

"Ich kam viel zu schnell an und bin dann weit rausgerutscht", schilderte Grönholm sein folgenschweres Missgeschick auf der nur 2, 73 Kilometer langen Prüfung Rikubetsu: "Ich habe noch ein paar Strohballen berührt, bin dann eine Böschung runtergedonnert und dann mit der Fahrerseite heftig gegen einen Baumstumpf geprallt." Im Servicepark in Obihiro entschieden die Ford-Techniker dann, dass die Fahrerseite und der Sicherheitskäfig zu stark beschädigt waren, um weiterzufahren.

© SID

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