Motorsport Rallye
Kleinschmidt will weiter Dakar fahren

Jutta Kleinschmidt will nach ihrer Trennung von VW weiter bei der Dakar-Rallye antreten und sucht nun nach einem neuen Team. Da könnte das private BMW-Team X-Raid ein heißer Kandidat sein.

Trotz ihres Abschieds von Volkswagen wird Jutta Kleinschmidt der Dakar-Rallye wohl erhalten bleiben. Nachdem die 43-Jährige und die Wolfsburger nach drei gemeinsamen Jahren getrennte Wege gehen, sucht die Dakar-Siegerin von 2001 ein neues Team: "Wir arbeiten daran, dass ich auch künftig die Dakar fahre", erklärte Kleinschmidt auf ihrer Homepage. Dabei könnte nach Informationen des Sport-Informations-Dienst (sid) das private BMW-Team X-raid von Sven Quandt die erste Adresse sein.

BMW und auch Sven Quandt kennt Jutta Kleinschmidt schon lange. Bei dem Münchner Automobilhersteller arbeitete die Diplom-Physikerin von 1987 bis 1992 in der Fahrzeug-Entwicklungsabteilung, mit Motorrädern von BMW bestritt sie ihre ersten Rallye-Einsätze bis zu den ersten Dakar-Teilnahmen. Unter Leitung von Quandt fuhr sie 1995 ihren ersten Auto-Einsatz bei der Dakar in einem privaten Mitsubishi.

Den Abschied von VW sieht Jutta Kleinschmidt mit etwas Wehmut. "Ich hätte das Volkswagen-Dakar-Projekt gerne bis zum Ende begleitet, da ich von der ersten Zeichnung an mit dabei war", sagte die 43-Jährige, die nach ihrem Wechsel von Mitsubishi zu VW 2002 dort das aktuelle Team mit aufgebaut hat: "Ich möchte allen bei Volkswagen sehr herzlich danken, die an den bisherigen Entwicklungen und Erfolgen dieses Programms beteiligt waren, insbesondere der technischen Mannschaft und meinen Mechanikern. Ihnen allen wünsche ich natürlich auch künftig viel Erfolg."

Kleinschmidt: "Keine konkreten Verhandlungsgespräche"

Unterschiedliche Meinungen gab es über die Umstände der Trennung von VW und Kleinschmidt. Kleinschmidt zeigte sich überrascht, "dass man kein weiteres Interesse an einer Zusammenarbeit mit mir hat. Nach der Dakar und dem Auslaufen meines Vertrags am 31. Januar 2006 hätten wir uns schon ein persönliches Gespräch mit Kris Nissen (VW-Motorsportdirektor, d.Red.) gewünscht. Entgegen anders lautenden Meldungen haben aber keine konkreten Verhandlungsgespräche mit Volkswagen stattgefunden", sagte Kleinschmidt.

Kris Nissen hält dagegen: "Volkswagen hat unmittelbar nach Ende der diesjährigen Rallye Dakar im Januar die Gespräche mit Jutta Kleinschmidt und vor allem mit ihrem Management aufgenommen und bis zuletzt fortgeführt. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit konnte nicht vereinbart werden."

VW verlängert mit Sainz und de Villiers

VW hat bislang für die Marathon-Rallye-Saison 2006 und die Dakar 2007 lediglich die Verträge mit dem zweimaligen Rallye-Weltmeister Carlos Sainz (Spanien) und dem Dakar-Zweiten Giniel de Villiers (Südafrika) verlängert. Die Zukunft von Weltcup-Titelverteidiger Bruno Saby (Frankreich) ist noch offen.

Ein möglicher Nachfolger für Jutta Kleinschmidt könnte der sechsmalige deutsche Rallye-Meister Matthias Kahle (Görlitz) sein, der nach seiner guten Vorstellung bei der Dakar 2006 in einem zweiradgetriebenen Buggy zuletzt bereits für VW getestet hat. "Ein Wiedersehen mit Matthias ist nicht ausgeschlossen. Wir werden ihn eventuell zu einem weiteren Test einladen", hatte Nissen danach erklärt.

© SID

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