Motorsport Rallye
Kleinschmidts Ziele bei Dakar-Rallye unverändert

Im Januar tritt Rallye-Pilotin Jutta Kleinschmidt erstmals für das private X-raid-Team bei der Dakar-Rallye an. Die Zielsetzung der Diplom-Physikerin bleibt gleich: "Ich möchte aufs Podium." VW will derweil den Sieg.

Ihre erste Dakar-Rallye für das private X-raid-Team soll für Jutta Kleinschmidt erfolgreich verlaufen. "Ich möchte aufs Podium, und ich glaube, wenn alles klappt, ist das auch möglich", sagte die frühere Mitsubishi- und VW-Werkspilotin am Donnerstag bei der Teampräsentation auf der Motor-Show in Essen. VW-Motorsportdirektor Kris Nissen sieht den Wolfsburger Automobilhersteller unterdessen "nicht weit weg" von Seriensieger Mitsubishi und setzt große Erwartungen unter anderem in einen neuen Motor für den Touareg.

Diplom-Physikerin Kleinschmidt, die 2001 als bislang einzige Frau die Dakar gewann, wird in einem von drei BMW X3 des privaten X-raid-Teams von ihrer früheren Beifahrerin Tina Thörner (Schweden) gelotst, mit der sie 1999 den dritten Platz bei der Wüstenrallye belegt hatte. "Ich fühle mich sehr wohl im Auto und im Team. Es ist schön, dass es wieder ein bisschen familiärer zugeht", sagte Kleinschmidt dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Freude bei X-raid-Teamchef Quandt

Die 44-Jährige war vor dem Wechsel ins X-raid-Team von Sven Quandt fünf Jahre lang für VW in der Wüste unterwegs und hatte als beste Dakar-Platzierung in dieser Zeit 2005 den dritten Rang belegt. Thörner war im vorigen Jahr an der Seite von VW-Pilot Giniel de Villiers Zweite.

"Ich kenne die beiden seit mehr als 15 Jahren. Ich habe mich riesig gefreut, dass ich es geschafft habe, sie wieder zusammen ins Cockpit zu kriegen", sagte Quandt, der insgesamt drei der von einem 286 PS starken BMW-Dieselmotor angetriebenen X3 sowie zwei ältere BMW X5 bei der Dakar 2007 (6. bis 21. Januar) einsetzt.

Obwohl Quandt seine Mannschaft als "David unter den Goliaths" bezeichnet, traut er ihr im Kampf gegen die Werks-Teams von Mitsubishi und VW zumindest einen Platz unter den besten Fünf zu: "Die Chance auf einen Podiumsplatz ist da. Aber dafür muss man auch das nötige Glück haben." Selbst Nissen hat das Quandt-Team auf der Rechnung ("Die haben ein tolles Auto gebaut").

Bei Volkswagen sind die Ansprüche nach Platz drei 2005 und Platz zwei 2006 aber natürlich höher. "Wir haben eine realistische Chance, zu gewinnen", meinte Nissen in Essen: "Wir haben uns in jedem Bereich verbessert."

Neuer Motor im Touareg

Neben Modifikationen am Fahrwerk und am Chassis soll vor allem der neue Vierventil-Dieselmotor die Wolfsburger ganz nach vorne bringen. Das 2,5-Liter-Triebwerk leistet 285 PS und hat seine erste Feuertaufe schon bei der Dubai-Rallye im Auto des Spaniers Carlos Sainz absolviert. "Der Motor bietet mehr Fahrbarkeit, Drehmoment und Leistung", sagte Nissen. "Das Auto ist ein guter Schritt nach vorn. Es ist schneller, zuverlässiger und einfacher zu fahren", erklärte der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz, der vom 6. bis 21. Januar 2007 in seine zweite Dakar geht.

Zu Sainz, dem Südafrikaner Giniel de Villiers, der nach seinem zweiten Platz 2006 "Appetit auf mehr" hat, und Mark Miller aus den USA stößt als vierter Werkspilot der Finne Ari Vatanen. Der Europa-Parlamentarier und frühere Rallye-Weltmeister hat in 1987, 1989 und 1990 (jeweils Peugeot) sowie 1991 (Citroen) die Dakar schon viermal gewonnen. "Dieses Team verdient es, die Rallye zu gewinnen", meinte Vatanen.

© SID

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