Motorsport Rallye
Loeb Favorit bei Deutschland-Rallye rund um Trier

Heute beginnt der zehnte Rallye-WM-Lauf in Deutschland rund um Trier. Weltmeister Sebastien Loeb gilt als bisher einziger Sieger der Deutschland-Rally als der große Favorit.

Weltmeister Sebastien Loeb greift nach seinem siebten Sieg im "geloebten" Land, die Konkurrenz des Rallye-Kaisers will vor der einjährigen Zwangspause des deutschen WM-Laufes aber endlich einen neuen Namen in der Siegerliste sehen. Zwar könnte sich auch Adac-Sportpräsident Hermann Tomczyk bei der siebten Auflage der Deutschland-Rallye rund um Trier "mal einen anderen Sieger vorstellen, aber man muss Loeb zugestehen, dass er diese Rallye wie seine Westentasche kennt. Außerdem scheinen die Prüfungen perfekt auf sein Auto zugeschnitten zu sein", sagte Tomczyk dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Für den schnellen Franzosen ist die Rallye, die heute beginnt und am Sonntag im Finale ihren Höhepunkt erreicht, nahe seiner elsässischen Heimat "etwas Besonderes. Seit es den deutschen WM-Lauf gibt, hat ihn noch nie jemand anderes gewonnen als ich. Und das soll gefälligst auch so bleiben", sagte der Citroen-Pilot, der nach seinem lang ersehnten ersten Sieg beim "Auswärtsspiel" in Finnland nicht vorhat, seinen finnischen Titelrivalen Mikko Hirvonen "ausgerechnet bei der Rallye zurückschlagen zu lassen, die uns besonders gut liegt".

Loeb peilt fünften WM-Titel an

Mit einem weiteren Sieg beim 10. von 15 WM-Läufen an der Mosel würde Loeb (66 Punkte) nach vier WM-Titeln in Folge bei der Jagd nach dem historischen fünften Triumph Ford-Pilot Hirvonen (67) wieder von der WM-Spitze verdrängen. "Damit könnten wir unseren Titelambitionen einen ordentlichen Schub geben", sagte "Super-Seb".

Hirvonen sinnt aber auf Rache. "Ich will Loeb das gleiche antun, was er mir angetan hat. Obwohl Asphalt nicht mein Spezialbelag ist, will ich mich für die Niederlage in Finnland revanchieren", kündigte der Ford-Werkspilot, der erstmals eine neue Ausbaustufe seines Focus zur Verfügung hat, bei der Pressekonferenz in Trier an.

Gefährlich werden könnte Loeb neben Chris Atkinson (Australien) und Petter Solberg (Norwegen) im neuen Subaru Impreza auch Francois Duval, der im letzten Jahr als Gaststarter Zweiter wurde. In diesem Jahr sitzt der Belgier bei Asphalt-Läufen in einem Focus des Ford-Kundenteams Stobart. "In diesem Jahr sitze ich im Weltmeisterauto und kann hoffentlich an meine guten Ergebnisse bei dieser Rallye anknüpfen", sagte der als Geheimtipp geltende Duval.

Finale auf dem "Circus Maximus"

Nach den selektiven Prüfungen in den Moselweinbergen und vor allem am Samstag auf dem berüchtigten Truppenübungsplatz Baumholder bildet der Zuschauerrundkurs "Circus Maximus" rund um die Porta Nigra im Herzen von Trier diesmal das Finale der Rallye (Sonntag, 13.08 Uhr) - und wird erstmals auch live von n-tv und Eurosport zwei übertragen. "Das ist das, was wir brauchen. Irgendwann musste das ja mal kommen. Mit sieben Jahren hat das ja lange genug gedauert", sagte Tomczyk. "Ich hoffe, dass uns das jetzt auch da weiter hilft, wo wir es brauchen - bei der Suche nach Sponsoren."

Zumal die Veranstalter 2009 pausieren müssen. Denn der Automobil-Weltverband FIA setzt ab dem nächsten Jahr auf ein Rotationsprinzip, in dem sich 24 Veranstalter im jährlichen Wechsel zwölf WM-Läufe teilen müssen. "Das ist eine äußerst unglückliche Entscheidung, nicht optimal für die ganze WM", sagte Tomczyk, der ein Problem sieht, "das Niveau der Rallye über das eine Jahr Pause zu halten". Zwar ist Tomczyk "relativ sicher, dass da noch eine andere Lösung kommen wird", allerdings wegen der zu kurzen Zeitspanne frühestens für 2010.

© SID

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