Motorsport Rallye
Loeb gewinnt die Deutschland-Rallye

Sebastien Loeb hat die fünfte WM-Auflage der Deutschland-Rallye gewonnen. Der Franzose aus dem Citroen-Team stellte durch den 26. Sieg bei einem WM-Lauf den Weltrekord des Spaniers Carlos Sainz ein.

Der Weltmeister bleibt in der Rallye-WM weiter das Maß aller Dinge. Sebastien Loeb hat auch die fünfte WM-Auflage der Deutschland-Rallye gewonnen und zugleich mit seinem 26. Sieg bei einem WM-Lauf den Weltrekord des Spaniers Carlos Sainz eingestellt.

"Es ist für mich eine Ehre, jetzt auf einer Stufe mit Carlos zu stehen", meinte der 32-Jährige nach einem sechsten Saisonsieg, der insgesamt rund 230 000 Fans begeisterte: "Und es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ich in Deutschland immer gewinne. Hinter jedem Sieg steckt harte Arbeit."

"Super Seb" setzte sich beim 9. von 16 WM-Läufen im Citroen Xsara mit 33,8 Sekunden Vorsprung vor seinem spanischen Teamkollegen Dani Sordo durch, nachdem er am Samstag und Sonntag seinen Vorsprung von der ersten Etappe nur noch verwalten musste. Erst auf Platz drei und mit einem Rückstand von 2:19,2 Minuten folgte der Finne Marcus Grönholm im Ford, dessen Rückstand in der WM-Wertung auf Loeb auf 33 Punkte (51:84) angewachsen ist.

Loeb ist mit dem Erfolg in Deutschland zudem der erste Rallye-Pilot, der fünfmal in Folge einen WM-Lauf in einem Land gewinnt. Zwar setzte sich der viermalige Weltmeister Tommi Mäkinen zwischen 1994 und 1998 fünfmal bei seinem Heimspiel in Finnland durch. 1995 zählte die 1 000-Seen-Rallye aber nur zur untergeordneten Zwei-Liter-Weltmeisterschaft.

Schelle auf Rang 18

Bester deutscher Pilot war Routinier Niki Schelle (Böbing), der mit einem Suzuki Swift an seinem 40. Geburtstag auf Platz 18 fuhr (26:33,0 Minuten zurück). "Ich bin überwältigt, dass ich hier bester Deutscher war. Das ist das I-Tüpfelchen auf meinen Geburtstag", sagte Schelle.

Dagegen war der sechsmalige deutsche Meister Matthias Kahle (Görlitz) mit seinem Skoda Fabia in der vorletzten Wertungsprüfung am Samstag wegen eines Motorschadens nach einem Riss des Zahnriemens an zehnter Stelle liegend ausgeschieden. "Das ist sehr schade, zumal wir zum Zeitpunkt des Problems in den Top zehn lagen", sagte Kahle: "Es es soll hier wohl einfach nicht klappen."

Die erhoffte Top-10-Platzierung verpasste auch der Schwede Mattias Ekström, der zum zweiten Mal in dieser Saison seinen Audi aus der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft gegen einen Rallye-Fabia von Skoda getauscht hatte. Am Samstag hatte er durch zwei Antriebswellenschäden rund zehn Minuten Zeit verloren und landete am Ende auf Platz elf (17:39,9). Ekströms Teamkollege Andreas Aigner (Österreich) holte mit seinem Beifahrer Klaus Wicha (Bad Karlshafen) dagegen als Sechster (5:42,6) seine ersten drei WM-Punkte.

Grönholm hat WM-Titel abgehakt

Grönholm hatte das Duell gegen Loeb bereits am Freitag verloren, als er im Regen große Probleme mit der Reifenwahl hatte. "Wir konnten vorher im Regen nicht testen. Das war unser Problem", sagte der dreimalige Saisonsieger, der sich schon auf sein Heimspiel in Finnland am kommenden Wochenende freut. Die WM hat er ohnehin bereits abgeschrieben: "Ich glaube nicht, dass ich noch eine realistische Chance habe. Dafür sind die Citroen zu schnell und zu beständig."

© SID

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