Motorsport Rallye
Loeb nach Zeitstrafe auf Rang zwei abgerutscht

Sebastien Loeb hat aufrgund einer Zeitstrafe den Sieg bei der Australien-Rallye an Mikko Hirvonen verloren. Der Finne baute damit seine WM-Gesamtführung auf fünf Punkte aus.

Sportlich der Sieger, am grünen Tisch nur noch Zweiter: Der fünfmalige Weltmeister und Titelverteidiger Sebastien Loeb hat bei der Australien-Rallye zwar als erster die Ziellinie überquert, wurde wenige Stunden später nach einer technischen Überprüfung an seinem Citroen aber mit einer Zeitstrafe belegt und damit auf Platz zwei hinter seinen großen Rivalen Mikko Hirvonen zurückgestuft.

Der Finne hatte im Ford nach drei Etappen und 35 Wertungsprüfungen in New South Wales noch 12,5 Sekunden hinter Loeb das Ziel erreicht. Nach der Ergebniskorrektur und der Strafe von einer Minute gegen Loeb lag er offiziell schließlich mit 47,5 Sekunden vorn.

In der Gesamtwertung baute Hirvonen mit seinem vierten Saisonsieg bei zwei noch ausstehenden Rallyes seinen Vorsprung aus. Er liegt mit 78 Zählern fünf Punkte vor Loeb (73). Wäre es beim Sieg von Loeb geblieben, wäre der Seriensieger bis auf einen Punkt an Hirvonen herangekommen.

Regelwidrige Überrollbügel werden Loeb zum Verhängnis

Wie Loeb bekamen auch dessen Citroen-Teamkollegen Daniel Sordo (Spanien/3.) und Sebastien Ogier (Frankreich/5.) Zeitstrafen von je einer Minute aufgebrummt. In ihrer Entscheidung beanstandete die Rennleitung jeweils die Überrollbügel. Eine ähnliche Zurückstufung hatte es in der Rallye-WM zuletzt 2007 gegeben, als der Ford des zweimaligen Weltmeisters Marcus Grönholm wegen nicht regelrechter Seitenscheiben beanstandet wurde.

"Die Rennstewards erhielten nach dem Rennen eine Untersuchung der technischen Delegierten der FIA, die zeigt, dass der vordere Überrollbügel des Autos mit der Nummer 1 nicht zur Bauart des Fahrzeugs passte", hieß es in einer Mitteilung der Rennleitung.

Loeb wartet nach fünf Siegen nacheinander zum Saisonauftakt nun seit vier Monaten auf einen Sieg. Hirvonen könnte ihm als erster Fahrer seit dem Norweger Petter Solberg 2003 den WM-Titel streitig machen.

© SID

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