Motorsport Rallye
Loeb startet furios in Deutschland-Rallye

Die erste Etappe der Deutschland-Rallye 2006 hat Weltmeister Sebastien Loeb souverän für sich entschieden. Der härteste WM-Konkurrent des Franzosen, Marcus Grönholm aus Finnland, wurde Vierter.

Mit einer Demonstration seines Könnens hat Weltmeister Sebastien Loeb die Deutschland-Rallye eröffnet. Der Citroen-Pilot aus Frankreich, der alle vier bisherigen deutschen WM-Läufe gewonnen hat, war auch auf der ersten Etappe 2006 eine Klasse für sich. Nach den ersten acht Sonderprüfungen bei ständigem Regen in den Moselweinbergen lag der Elsässer im Citroen Xsara 42,7 Sekunden vor seinem jungen spanischen Teamkollegen Dani Sordo.

Dagegen liegt Loebs WM-Konkurrent Marcus Grönholm aus Finnland bereits 2:11,4 Minuten zurück auf Rang vier. Der Ford-Werksilot, der große Probleme mit der Reifenwahl hatte, landete damit sogar noch hinter seinem Landsmann Toni Gardemeister in einem weiteren privaten Citroen (2:06,0 Minuten). Hinter Grönholm auf Rang fünf folgte der Norweger Petter Solberg im Subaru (2:23,1), dessen Mechaniker das am Donnerstag bei einem Unfall im Shakedown demolierte Auto in einer Nachtschicht wiederhergerichtet hatten.

Loeb fährt nicht nur seinem fünften Deutschland-Sieg in Folge, sondern auch seinem 26. Sieg bei einem WM-Lauf entgegen, womit er den Weltrekord des zweimaligen Weltmeisters Carlos Sainz (Spanien) einstellen würde. Zudem könnte der fünfmalige Saisonsieger Loeb seinen Vorsprung in der WM-Gesamtwertung vor Grönholm, der nach bislang acht von 16 WM-Läufen bereits 29 Punkte (74:45) beträgt, weiter ausbauen.

Schwerer Unfall von Tirabassi

"Auf der ersten Prüfung habe ich den Motor abgewürgt, sonst lief der Tag optimal trotz der schwierigen Bedingungen", sagte Loeb. Eine gute Leistung zeigte unterdessen der Schwede Mattias Ekström, der für den Rallye-Gaststart seinen DTM-Audi gegen einen Skoda Fabia tauschte und Rang zwölf (4:24,2) belegt.

Drei Plätze hinter dem Schweden rangierte der sechsmalige deutsche Meister Matthias Kahle (Görlitz/5:57,8) in einem weiteren Skoda. "Ich bin am Morgen auf Slicks losgefahren, das war die falsche Entscheidung", meinte Kahle.

Überschattet wurde die erste Etappe von einem schweren Unfall des Franzosen Brice Tirabassi auf der siebten Wertungsprüfung. Der Citroen-Pilot und sein nach ersten Untersuchungen schwerer verletzte Co-Pilot Fabrice Gordon wurden mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die Diagnosen fielen aber glimpflich aus: Tirabassi erlitt Prellungen am rechten Knie, bei Gordon konnten keine ernsthaften Blessuren festgestellt werden.

© SID

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