Motorsport Rallye: Nissen lobt "Riesenschritt nach vorne"

Motorsport Rallye
Nissen lobt "Riesenschritt nach vorne"

Nach dem zweiten Rang von Giniel de Villiers bei der Rallye Dakar zeigte sich Kris Nissen mit der Teamleistung zufrieden. Der VW-Motorsportchef stellte fest, dass "das Team einen Riesenschritt nach vorne gemacht hat".

Mit einem zweiten Rang vom Südafrikaner Giniel de Villiers hat VW den Traum vom Gesamtsieg knapp verpasst. Nach der Zieleinfahrt zeigte sich VW-Motorsportchef Kris Nissen im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) trotzdem nicht gänzlich unzufrieden.

sid: "Platz zwei bei der Dakar für Giniel de Villiers, besser als im Vorjahr, aber vielleicht nicht ganz das, was Sie erwartet hatten. Wie lautet Ihr Fazit?"

Kris Nissen: "Wir wollten gewinnen, und das bis zur letzten Minute. Wir haben die Rallye bis Mauretanien dominiert. Dort haben wir aber unsere Chance, die eindeutig da war, etwas verspielt. Das führe sich darauf zurück, dass wir zu wenig im Sand getestet haben und unsere Fahrer teilweise ein bisschen Pech hatten. Wir haben aber weiter Druck gemacht und auch Mitsubishi zu Fehlern gezwungen. So haben wir die Rallye spannend gehalten."

sid: "Am Ende hat es aber nicht ganz gereicht ..."

Nissen: "Ich sage ganz klar, dass wir mit einem zweiten Platz nicht zufrieden sein können. Wir fahren Rennen, um zu gewinnen. Wir müssen aber auch sehen, dass das ganze Team gegenüber 2005 einen Riesenschritt nach vorne gemacht hat. Wir hatten fast während der gesamten Rallye eine realistische Chance zu gewinnen. Das war das, was wir wollten."

sid: "Was ist der Schluss aus diesen Erfahrungen? Werden Sie nochmal Hausaufgaben machen und einen neuen Anlauf nehmen?"

Nissen: "Wir können nicht mehr in allen Bereichen große Sprünge erwarten, was wir aber auch nicht brauchen. Jetzt geht es darum, am Race Touareg zwei Feinschliff zu betreiben und den Fahrern und Beifahrern mehr Übung mit dem ganzen Paket zu geben für die langen Etappen mit viel weichem Sand. Die Konkurrenten haben sich auch festgefahren, hatten aber - warum auch immer - weniger Standzeit. Da müssen wir herausfinden, ob wir technisch nachlegen müssen oder ob es eine reine Übungssache ist."

sid: "Der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz hat bei seiner Dakar-Premiere vier Etappen gewonnen. War er die Bereicherung für das Team, die Sie sich von ihm erhofft hatten?"

Nissen: "Ja, Carlos hat einen super Job gemacht, beim Testen und im Rennen. Er hat viel gelernt und ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Es ist gut für ein junges Team, eine solche Kapazität, einen noch frischen echten Rallyefahrer, dazubekommen zu haben. Er hat die richtige Einstellung und will die Dakar irgendwann gewinnen."

sid: "Wie zufrieden waren Sie mit Giniel de Villiers?"

Nissen: "Das ist eine Geschichte für sich. Ich habe ihn bei zwei Dakar-Rallyes beobachtet, als er noch für einen anderen Hersteller fuhr, für den er in jedem Jahr vielleicht nicht der schnellste, aber der am Ende erfolgreichste Fahrer war. Er hat einen hohen Speed, aber geht dabei ein sehr geringes Risiko ein. Deshalb ist er ein sehr guter Mann für die Dakar."

© SID

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