Motorsport Rallye
"Ozean aus Sand" fordert Dakar-Starter 2008

Der Weg zum Dakar-Triumph 2008 führt durch einen "Ozean aus Sand". Das erklärte Rallye-Direktor Etienne Lavigne am Mittwoch in Paris bei der offiziellen Strecken-Präsentation für die 30. Auflage der Wüstenrallye.

Ein "Ozean aus Sand" wartet auf die Teilnehmer der Dakar-Rallye 2008. Das kündigte Rallye-Direktor Etienne Lavigne am Mittwoch in Paris bei der offiziellen Strecken-Präsentation für die 30. Auflage der berühmten Wüstenrallye an, die vom 5. bis zum 20. Januar 2008 erneut von Lissabon in die senegalesische Hauptstadt Dakar führt. Dabei stehen für die rund 570 Teilnehmer bei den insgesamt 9 273 Kilometern allein 5 736 Wertungskilometer auf dem Programm, rund 1 400 mehr als im vorigen Jahr.

Dabei nimmt das VW-Werksteam einen neuen Anlauf, Dauersieger Mitsubishi vom Thron zu stoßen. Neben dem zweimaligen Rallye-Weltmeister Carlos Sainz (Spanien), dem von Dirk von Zitzewitz (Karlshof) navigierten Südafrikaner Giniel de Villiers und Mark Miller (USA) wird erstmals auch der dreimalige deutsche Rallye-Meister Dieter Depping (Wedemark) mit Beifahrer Timo Gottschalk (Berlin) einen Werks-Touareg steuern.

Mitsubishi setzt ebenfalls vier Autos ein, an der Spitze der Titelverteidiger und neunmalige Dakar-Sieger (sechsmal Motorrad, dreimal Auto) Stephane Peterhansel sowie der frühere Ski-Weltcupsieger Luc Alphand (beide Frankreich), der die Rallye 2006 gewann. Ärgern wollen die Top-Teams unter anderem der frühere Dakar-Sieger Jean-Louis Schlesser (Frankreich) und das x-Raid-Team von Sven Quandt aus dem hessischen Trebur mit seinen BMW X3.

Keine Etappen in Mali

Während aus Sicherheitsgründen 2008 auf die Fahrt durch Mali, wo 2007 zwei Etappen gestrichen werden mussten, verzichtet wird, stehen dagegen gleich acht Tage in der Sahara in Mauretanien an, wo in den Dünen sicher die Entscheidung über den Gesamtsieg fallen wird. Starten wird die Rallye erneut in Portugal. Von da führt die Strecke über Spanien, Markokko und Mauretanien in den Senegal. Dabei werden nach Aussage der Organisatoren mehrere klassische Orte aus der langen Geschichte der Rallye angefahren.

"So wie die Strecken gewählt sind mit den Dünen, die wir durchfahren, und den Orten, die wir ansteuern, wird es extrem schwer werden", meinte Co-Pilot von Zitzewitz: "Vieles ist neu oder so alt, dass es niemand mehr kennt. Es wird eine große Herausforderung."

VW-Motorsportdirektor Kris Nissen ist dennoch zuversichtlich: "Bei unseren Tests in Tunesien und bei der Dubai-Rallye, dem Finale im Marathon-Weltcup, sind wir sehr viel auf Sand gefahren und haben die Bestätigung erhalten, dass wir uns auch auf diesem Terrain spürbar gesteigert haben."

© SID

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