Motorsport Rallye
Peterhansel siegt und trauert um Caldecott

Stephane Peterhansel hat auf der neunten Etappe der 28. Rallye Dakar die Konkurrenz in die Schranken verwiesen und den Sieg eingefahren. Jedoch wurde der Triumph des Franzosen durch einen tragischen Unfall überschattet.

Titelverteidiger Stephane Peterhansel hat die neunte Etappe der Rallye Dakar gewonnen und ist damit dem dritten Gesamtsieg in Serie ein großes Stück näher gekommen. Die Freude über den Triumph wurde jedoch durch einen tödlichen Unfall überschattet. Das VW-Team um die "Wüstenkönigin" Jutta Kleinschmidt (Köln), die auf Position fünf praktisch keine Chance mehr auf ihren zweiten Dakar-Triumph nach 2001 hat, musste hingegen einen weiteren Dämpfer hinnehmen. Der französische Mitsubishi-Pilot Peterhansel dominierte auf dem mit 599 Wertungskilometer längsten Teilstück von Nouakchott nach Kiffa in Mauretanien in einer Gesamtzeit von 7:55:48 Stunden und dem Vorsprung von 8:44 Minuten auf seinen Landsmann und Markenkollegen Luc Alphand. In der Gesamtwertung führt Peterhansel nun mit 9:16 Minuten vor dem früheren Ski-Weltcupgewinner Alphand. Die beiden Mitsubishi-Stars dürften das Rennen um die Dakar-Krone 2006 wohl unter sich ausmachen.

51. Etappensieg für Peterhansel

Auf Platz drei rettete Giniel de Villiers die Volkswagen-Ehre, allerdings hatte der Südafrikaner bereits einen Rückstand von 54:16 Minuten auf den Sieger. Für Peterhansel, der vor seinem Wechsel auf vier Räder sechsmal die Motorrad-Wertung für sich entschied, war es der insgesamt 51. Etappensieg bei der Dakar. Damit stellte er den Rekord des Finnen Ari Vatanen, der ebenfalls 51 Teilstücke gewann.

Auch in der Motorrad-Wertung setzte sich der Titelverteidiger klar durch. Der Franzose Cyril Despres hat war auf der neunten Etappe nicht zu stoppen und setzte ein großes Ausrufezeichen im Kampf um den Gesamtsieg. Der französische KTM-Pilot gewann am Montag das über 599 Wertungskilometer führende längste Teilstück von Nouakchott nach Kiffa in Mauretanien in einer Gesamtzeit von 7:55:48 Stunden und einem Vorsprung von 4:07 Minuten vor Spitzenreiter Marc Coma aus Spanien (KTM). In der Gesamtwertung führt Coma jetzt mit 22:47 Minuten vor Despres. Der bis dahin zweitplatzierte Spanier Isidre Esteve (KTM) gab nach zwei Stürzen verletzt auf.

Caldecott tödlich verunglückt

Der Sieg des Franzosen rückte jedoch aufgrund eines tödlichen Unfalls in den Hintergrund. Der Australier Andy Caldecott stürzte mit seinem Motorrad und konnte nicht mehr gerettet werden."Er war nach unseren Erkenntnissen auf der Stelle tot", sagte Rennleiter Etienne Lavigne: "Der Rettungshubschrauber, der für solche Fälle bereitsteht, wurde von den Ärzten an der Unfallstelle nicht mehr angefordert."

Der 41-jährige Caldecott ist in der Geschichte der 1978 erstmals ausgetragenen Wüstenrallye das 49. Todesopfer. Im vergangenen Jahr kamen die beiden Motorradfahrer Juan Manuel Perez (Spanien) und Fabrizio Meoni (Italien) sowie drei Zuschauer bei der Dakar ums Leben.

© SID

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