Motorsport Rallye
Rallye-Champ Burns erliegt Krebsleiden

Im Alter von nur 34 Jahren ist der ehemalige Rallye-Weltmeister Richard Burns an Krebs gestorben. Beim ersten Engländer auf dem WM-Thron war vor zwei Jahren ein Hirntumor festgestellt worden.

Diese Nachricht versetzt nicht nur Rallye-Anhänger in einen Schockzustand: Richard Burns, ehemaliger Rallye-Weltmeister, ist tot. Der Ausnahmefahrer hatte jahrelang gegen einen Hirntumor angekämpft. Wie seine Familie am Samstag bekannt gab, ist der Engländer am Freitagabend im Alter von nur 34 Jahren in einem Londoner Krankenhaus gestorben, nachdem er zuvor bereits mehrere Tage im Koma gelegen hatte. Burns hatte 2001, auf den Tag genau vier Jahre vor seinem Tod, in einem Subaru als einziger Engländer und erst zweiter Brite nach Colin Mcrae (Schottland/1995) den WM-Titel gewonnen. Insgesamt gewann Burns zehn WM-Läufe und war 1999 und 2000 Vize-Weltmeister.

Anfang November 2003 hatte Burns bei der Anreise zum Rallye-WM-Finale in Großbritannien in seinem Privat-Porsche einen Schwächeanfall erlitten und war danach sofort nach Cardiff/Wales in ein Krankenhaus transportiert worden. Bei den nachfolgenden Untersuchungen wurde ein Gehirntumor festgestellt.

Deshalb konnte Burns nicht an der RAC-Rallye teilnehmen, wo er in einem Peugeot die Chance hatte, zum zweiten Mal nach 2001 Rallye-Weltmeister zu werden. Burns musste auch auf die WM-Saison 2004 verzichten, obwohl der Tumor mit Strahlenbehandlung und Chemotherapie zunächst erfolgreich behandelt worden war. Im Frühjahr 2005 hatte sich der Gesundheitszustand aber verschlechtert, was eine erneute Operation am Gehirn nötig machte.

"Ikone des Sports"

"Man wird nicht Weltmeister, wenn man nicht ein großartiger Fahrer ist. Er wird als eine Ikone des Sports immmer bei uns sein", sagte Rallye-Chefpromoter David Richards, dessen Firma Prodrive auch das Subaru-Team betreibt, mit dem Burns seinen Titel holte. "Er hat seinen Titel in großartigem Stil gewonnen und er war sehr professionell in seiner Arbeit", lobte der Brite seinen Landsmann.

"Richard wusste, dass seine Chancen nicht gut waren, aber er hat mit Tapferkeit und gutem Humor gegen seine Krankheit gekämpft", heißt es in der Mitteilung der Familie von Richard Burns, der trotz seiner Erkrankung immer sein Comeback als Ziel hatte.

Burns´ Tod ist innerhalb weniger Monate der zweite schwere Schlag für die Rallye-Welt. Am 18. September war bei der RAC-Rallye in Wales sein Landsmann Michael Park tödlich verunglückt. Der Beifahrer des Esten Markko Märtin überlebte einen schweren Unfall, bei dem der Peugeot 307 seitlich gegen einen Baum prallte, nicht.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%