Motorsport Rallye
Rallye-Co-Pilot Bastuck tödlich verunglückt

Der Auftakt der Rallye Catalunya in Spanien ist vom tödlichen Unfall von Co-Pilot Jörg Bastuck überschattet worden. Der Nalbacher vom OMV-Team wurde bei einem Reifenwechsel von einem anderen Auto erfasst.

Der deutsche Rallye-Beifahrer Jörg Bastuck (Nalbach) ist tot. Der Co-Pilot von Aaron Burkhart (Berlin) hatte auf der zweiten Etappe der Rallye-Catalunya in Spanien einen Reifen wechseln wollen und war dabei vom Auto eines anderen Teilnehmers erfasst worden. Bastuck wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, erlag aber seinen schweren Verletzungen. "Die Ärzte haben während des Fluges und nach dem Flug versucht, ihn wiederzubeleben, konnten ihn aber nicht mehr retten", sagte ein Sprecher des Krankenhauses.

Burkhart und Bastuck bestritten in Spanien im OMV-Team ihren ersten Einsatz in der Junior-WM. Das Team hatte erst zu Wochenbeginn angekündigt, insgesamt sechs Läufe der Junior-WM fahren zu wollen. "Jörg Bastucks Tod ist ein tragischer Verlust. Unsere tiefe Anteilnahme und unser Mitgefühl gelten seiner Familie", erklärte Brigitte Mühlwisch vom OMV-Team.

Burkhart war am ersten Tag der Rallye auf der zweiten Sonderprüfung mit seinem Citroen C2 von der Strecke gerutscht, dabei blieben Fahrer und Beifahrer unverletzt. Als Bastuck danach einen Reifen wechseln wollte, wurde er vom Ford Fiesta des Briten Barry Clark erfasst, der an der gleichen Stelle von der Piste abgekommen war. Die zweite Sonderprüfung wurde nach dem Unfall neutralisiert. Die Veranstalter kündigten an, aus Respekt für den Verstorbenen am Sonntag nach dem Abschluss der Rallye auf die sonst üblichen Siegerzeremonien zu verzichten.

Loeb liegt nach der ersten Etappe in Führung

Jörg Bastuck ist der zweite tödlich verunglückte Beifahrer in der Rallye-WM innerhalb von sechseinhalb Monaten. Im September vorigen Jahres war der Brite Michael Park nach einem schweren Unfall seines Piloten Markko Märtin (Estland) bei der RAC-Rallye in Wales gestorben.

Der Saarländer Bastuck war diplomierter Sozialpädagoge und seit 1988 auf den Rallye-Pisten unterwegs. Zunächst fuhr er selbst, seit 1996 saß er als Co-Pilot auf dem Beifahrersitz.

Unterdessen hat Weltmeister Sebastien Loeb die Führung nach der ersten Etappe und sechs Sonderprüfungen übernommen. Der Franzose liegt im Citroen Xsara 27,3 Sekunden vor dem Spanier Daniel Sordo. Dritter ist Sordos Landsmann Xevi Pons mit einem Rückstand von 1:01,5 Minuten auf den Spitzenreiter. Der zweifache Saisonsieger Marcus Grönholm aus Finnland hat nach einem technischen Defekt an seinem Ford Focus bereits 2:33,6 Minuten Rückstand auf Loeb.

© SID

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