Motorsport Rallye: Startschuss zur Rallye-WM fällt in Monte Carlo

Motorsport Rallye
Startschuss zur Rallye-WM fällt in Monte Carlo

Ohne die Top-Teams der Vorjahres geht heute in Monte Carlos die Rallye-WM in ihre neue Saison. Auch Titelverteidiger Sebastien Loeb musste seinen Arbeitgeber wechseln und fährt nun für das belgische Kronos-Team.

Irgendwie ist alles neu bei der Rallye-WM. Nur noch zwei Werksteams, die Deutschen als Zaungäste und ein rigoroser Sparkurs lassen keinen Zweifel: Heute beginnt mit der traditionellen Saisoneröffnung in Monte Carlo vom 20. bis 22. Januar eine Fahrt ins Ungewisse.

Nach Champion Citroen, der in Sebastien Loeb (Frankreich) auch den Fahrer-Weltmeister stellte, und Konzernschwester Peugeot zogen sich auch Mitsubishi und Skoda aus dem immer aufwändigeren Kampf um die WM-Krone aus dem Rallyesport zurück. Übrig bleiben 2006 nur die Werksteams von Ford und Subaru. Ex-Europameister Armin Schwarz (Oberreichenbach) hatte vergangenes Jahr seinen Rücktritt angekündigt.

Grönholm und Loeb in neuen Autos

Halbprofessionelle Teams und Privatiers füllen jetzt die Starterfelder auf, die Stars der Szene wechselten entweder den Arbeitgeber oder mussten sich nach neuen Betätigungsmöglichkeiten umsehen. So wird Ex-Champion Marcus Grönholm (Finnland/Peugeot) am Steuer des neuen Ford Focus sitzen, und Weltmeister Loeb fährt für das von Citroen unterstützte belgische Kronos-Team.

"Die WM ist auf diesem Level nicht mehr finanzierbar, so werden auf Dauer keine sechs oder sieben Hersteller mehr antreten können", sagte Skoda-Sportchef Martin Mühlmeier beim Rückzug der VW-Tochter im vergangenen Jahr. In der Tat: Die Kosten für die 16 WM-Läufe auf fünf Kontinenten explodierten, die Zuschauerzahlen stagnierten, und das Fernsehen zeigte zunehmend weniger Interesse.

"Bremse" für die Top-Fahrer

Der Automobil-Weltverband FIA hat inzwischen reagiert. Teure Technik wie elektronische Differenziale oder Wassereinspritzsysteme, um die Motorleistung zu steigern, sind ab sofort für Top-Fahrer, die in den letzten fünf Jahren mindestens einmal unter den besten Sechs der WM waren, verboten.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%