Motorsport Rallye: VW-Pilot Carlos Sainz gewinnt hauchdünn

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VW-Pilot Carlos Sainz gewinnt hauchdünn

Carlos Sainz hatte im Ziel der vierten Rallye-Dakar-Etappe nur sechs Sekunden Vorsprung vor Nasser Al-Attiyah. Zwei verunglückte Briten liegen im Koma.

Carlos Sainz fährt bei der Rallye Dakar weiter auf Erfolgskurs. Der zweimalige Rallye-Weltmeister aus Spanien gewann im VW Race Touareg am Dienstag die vierte Etappe und baute dadurch die Führung in der Gesamtwertung aus.

Sainz siegte auf dem 459 Kilometer langen Teilstück von Jacobacci nach Neuquen in Argentinien quasi im Fotofinish. Der 46-Jährige hatte am Ende einen Vorsprung von gerade mal sechs Sekunden auf Nasser Al-Attiyah aus Katar im BMW X3 des hessischen X-Raid-Teams.

Sainz führt nach seinem zweiten Tagessieg das Gesamtklassement der neuen Dakar, die nach der Absage 2008 wegen Terror-Drohungen von Afrika nach Südamerika wechselte, mit einem Vorsprung von 3:46 Minuten vor Al-Attiyah an.

Der frühere Ski-Weltmeister und Dakar-Sieger 2006, Luc Alphand (Frankreich), belegte am Dienstag im Mitsubishi Lancer den dritten Platz vor dem VW-Piloten Mark Miller (USA). Der Südafrikaner Giniel de Villiers und sein Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Karlshof) wurden in einem weiteren VW Touareg Sechste. In der Gesamtwertung belegt das Duo mit dem Rückstand von 11:33 Minuten auf Sainz den dritten Platz.

Der frühere deutsche Rallye-Meister Dieter Depping (Wedemark) rundete das gute VW-Ergebnis mit Rang elf ab. Rekordsieger Stephane Peterhansel (Frankreich) landete in einem weiteren Mitsubishi auf Position acht.

Wie am Dienstag bekannt wurde, sind zwei britische Teilnehmer der Rallye Dakar nach einem Unfall ins künstliche Koma versetzt worden. Paul Green und sein Co-Pilot Matthew Harrison waren bereits am Samstag auf der Auftaktetappe von Buenos Aires nach Santa Rosa verunglückt. Die behandelnden Ärzte bezeichneten den Zustand beider Fahrer als ernst. Die Briten sollen bis Donnerstag im künstlichen Koma bleiben.

Green erhielt schwere Schläge auf Brustkorb und Rücken und wird seit drei Tagen beatmet. "Wir versuchen aber, ihn vom Beatmungsgerät abzunehmen. Sein Zustand ist ernst, aber die Prognose günstig", sagte sein Arzt Juan Jose San Emerito. In der Vergangenheit war die Dakar immer wieder von tödlichen Unfällen erschüttert worden.

Insgesamt stehen bei der Dakar 9 578 Kilometer durch Argentinien und Chile auf dem Programm. Die Rallye endet nach 14 Etappen über unterschiedlichstes Terrain mit zwei Anden-Überquerungen und einer Passage durch die extrem trockene Atacama-Wüste am 18. Januar in Buenos Aires. 530 Teilnehmer auf Autos, Motorrädern, Trucks und Quads stellen sich der Herausforderung. Bis auf eine Höhe von 4 700 Meter führt die Strecke.

© SID

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