Motorsport Rallye
VW setzt seinen Schwerpunkt auf die Dakar-Rallye

Für das Jahr 2008 hat VW große Pläne. Der Wolfsburger Automobilkonzern will bei der Rallye Dakar endlich den Sieg einfahren, zudem wird sich Volkswagen auch in Rennserien wie der Formel Adac und Formel drei engagieren.

Auch wenn sich der Wolfsburger Automobilkonzern Volkswagen im Jahr 2008 in vielen Rennserien tummeln wird, soll die Dakar-Rallye der Höhepunkt des Jahres werden. "Ich hoffe, dass 2008 das Jahr von VW wird und wir den ersten Sieg holen", sagte der zweimalige Rallye-Weltmeister und aktuelle Marathon-Weltcupsieger Carlos Sainz (Spanien) am Freitag, 36 Tage vor dem Start des Wüstenklassikers, auf der Motor-Show in Essen. "Wir sind bestens vorbereitet und können es kaum erwarten, dass es losgeht", meinte VW-Motorsportdirektor Kris Nissen, der zudem neben dem Polo-Cup und dem Formel-3-Engagement einen Jetta-Markenpokal und die Teilnahme an einer Offroad-Serie in den USA sowie die Motorenlieferung für die neue Formel Adac als künftige VW-Projekte präsentierte.

VW will bei der 30. Ausgabe der Dakar (6. bis 15. Januar) endlich den ersten Sieg mit einem Dieselmotor holen und damit Geschichte schreiben. Neben Sainz werden dabei erneut Giniel de Villiers (Südafrika) und Mark Miller (USA) sowie erstmals Dieter Depping (Wedemark) in den vier werksseitig eingesetzten VW Touareg sitzen. "Ein bisschen Kribbeln ist natürlich da, aber ich freue mich riesig", meinte der frühere deutsche Rallye-Meister Depping, der viel von seinem neuen Dienstwagen hält: "Ich habe schon viele Autos für VW getestet, aber das aktuelle Level ist beeindruckend."

Sainz sieht viele Favoriten für die Dakar-Rallye

Das VW-Team hat allerdings viel Respekt vor der schweren Streckenführung der Jubiläums-Dakar. "Es wird sehr hart, bei der Präsentation haben wir alle nicht schlecht gestaunt", sagte de Villiers' Co-Pilot Dirk von Zitzewitz (Karlshof) angesichts von allein acht Tagen im Sand von Mauretanien. "Natürlich ist Sand nicht das Terrain, auf dem ich groß geworden bin", sagte Sainz, der aber "mit jetzt fast drei Jahren Erfahrung" dennoch Favorit Mitsubishi angreifen will. Allerdings dürfe man auch die BMW des hessischen X-raid-Teams oder Altmeister Jean-Louis Schlesser nicht vergessen.

Neben dem Dakar-Projekt und dem bekannten Polo-Cup, der 2008 in die elfte Saison geht, baut VW seine Motorsportaktivitäten im nächsten Jahr deutlich aus. "Wir geben überall Gas", sagte Nissen. Bei der neuen Formel Adac habe man "sofort ja gesagt", als vom Adac die Anfrage nach Motoren kam. In der Formel drei werden in der kommenden Saison zwei Teams mit insgesamt acht Autos mit Motoren aus Wolfsburg fahren.

"Das Ziel ist, in jedem Rennen in die Punkte und ab und zu aufs Podest zu fahren", sagte der VW-Motorsportdirektor, der in Essen den künftigen VW-Repräsentanten Hans-Joachim Stuck herzlich in der VW-Familie willkommen hieß. Die Motorsportpräsenz der Marke in Amerika werden die Entwicklung eines speziellen Touareg für die legendäre Baja 1 000 und der neue Jetta-Cup stärken.

© SID

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