Motorsport Red Bull Air Race
Dolderer fliegt nur knapp an Finale vorbei

Mit seinem sechsten Platz beim fünften Rennen der Red Bull Air Race-WM in Porto hat Matthias Dolderer das Finale nur knapp verpasst. Sieger wurde der Brite Paul Bonhomme.

Vor mehr als 720 000 begeisterten Zuschauern in Porto an der spektakulären Strecke entlang des Douro nahe der Atlantikküste bestätigte der Deutsche Matthias Dolderer beim fünften und vorletzten Rennen der Red Bull Air Race-Weltmeisterschaft 2009 erneut seine hervorragende Form und flog mit Rang sechs das zweitbeste Ergebnis seiner Karriere ein.

Damit verpasste Dolderer das Finale der besten vier Piloten nach Budapest, wo er Fünfter wurde, erneut nur knapp. "Das war eine Super-Woche mit sehr guten Ergebnissen", blickt der Tannheimer zufrieden auf Porto zurück. "Heute hätte es eigentlich locker fürs Final vier oder das Podium reichen können. Mein Ziel war das Final 8, das habe ich geschafft. Danach wollte ich ohne Fehler durch den Parcours kommen. Das hat leider nicht geklappt. Wir müssen das noch einmal genau analysieren", haderte Dolderer mit den vier Strafpunkten, die er wegen "Fliegen auf inkorrektem Level" erhielt.

Dolderer: "Können mit der Konkurrenz mithalten"

Dennoch ist der 38-Jährige im Red Bull Air Race angekommen: "Nachdem wir die technischen Probleme abstellen konnten und nun über eine wettbewerbsfähige Rennmaschine verfügen, haben die beiden letzten Rennen und vor allem die guten Zeiten hier in der Qualifikation und im Final zwölf gezeigt, dass wir mit der Konkurrenz mithalten können." Für das letzte Rennwochenende am 3./4. Oktober hat sich der Rookie noch einmal viel vorgenommen. "In Barcelona werden wir voll angreifen. Ziel ist dann das Final 4, aber besser noch ein Platz auf dem Podium."

Schnellster in Porto war in 1:09,23 Minuten der Brite Paul Bonhomme, der seinen zweiten Saisonsieg feierte und die Gesamtwertung (55 Punkte) vor dem WM-Finale nun mit vier Punkten Vorsprung auf Titelverteidiger Hannes Arch (51) anführt. Der Österreicher, im Final zwölf noch eine Sekunde hinter Dolderer, blieb als Zweiter im Finale mit 1:10,17 Minuten fehlerfrei. "Ich habe gestern im Qualifying viel gelernt. Ich kann nicht "soft" fliegen, sondern muss attackieren. Ich werde es Paul in Barcelona schwer machen", sagte Arch, und auch Bonhomme fühlte sich nach dem Rennen noch nicht als Weltmeister: "Die WM ist noch nicht vorbei, auf den vier Punkten Vorsprung kann man sich nicht ausruhen."

Bonhomme und Arch machen Gesamtsieg unter sich aus

Dritter wurde Rookie Matt Hall (Australien), der in 1:11,23 Minuten erstmals einen Podiumsplatz erreichte und sich mit nun 33 Punkten - jedoch mit einem deutlichen Abstand auf die beiden Führenden Bonhomme und Arch - auf Rang drei der Gesamtwertung vorschieben konnte. "Ich bin überwältigt, damit habe ich nicht gerechnet", gab Hall zu. Auf den Sieg in der WM-Gesamtwertung haben nur noch Bonhomme und Arch eine Chance.

Bei der von der Federation Aeronautique Internationale (FAI) überwachten Red Bull Air Race-WM müssen die Piloten ihr ganzes Können unter Beweis stellen, um bei Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 370 km/h und Kräften von bis zu 12g die 20 Meter hohen aufblasbaren Pylone, die sogenannten Air Gates, so schnell wie möglich zu passieren.

Das sechste und letzte Rennen der Red Bull Air Race-WM 2009 findet am 3./4. Oktober in Barcelona statt. RTL zeigt das Rennen in Porto am 27. September 2009 um 12.15 Uhr.

© SID

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