Motorsport
Schock für Renault: ING steigt aus Formel 1 aus

Vollbremsung mit Ansage: Der niederländische Finanzkonzern ING steigt angesichts der Sparzwänge infolge der Finanzkrise nach der Saison 2009 als Sponsor beim Formel-1-Rennstall Renault aus – und stellt damit möglicherweise sogar die Zukunft des Teams infrage.

HB AMSTERDAM. Nachdem bereits das deutsche Werksteam BMW-Sauber auf die finanzielle Unterstützung des Schweizer Geldinstituts Crédit Suisse seit Anfang dieses Jahres als Sponsor verzichten muss, wird ING sein dreijähriges Engagement nicht verlängern. Dies gab das Unternehmen am Montag bekannt.

Das Finanzinstitut vollzieht damit eine Kehrtwende. Erst vor wenigen Wochen hatte F1-Marketingchefin Isabelle Conner erklärt, dass sich das Engagement für das niederländische Institut sogar rechne: "Unser F1-Programm wirft Gewinn ab und daher werden wir dieses Budget sicher nicht kürzen. Wir haben uns ursprünglich für eine Kooperation von drei Jahren entschieden und sie können darauf wetten, dass wir dranbleiben, denn unser Konzept geht vollends auf", hatte sie erklärt.

Der Renaul-Rennstall reagierte auf die Ankündigung und veröffentlichte auf seiner Homepage eine Stellungnahme von Teamchef Flavio Briatore. Wie jedem anderen Team sei auch ihnen seit längerem klar, „dass unser Sport angesichts der schwierigen weltwirtschaftlichen Lage vor einer tiefgreifenden Umstrukturierung steht“, meinte Briatore, nachdem er die bisherige Partnerschaft gewürdigt hatte. Die drastischen Sparmaßnahmen in der Formel 1 würden bereits erste Früchte tragen, „sodass wir sehr zuversichtlich sind, dass sowohl unser Team als auch die Formel 1 allgemein vor einer soliden Zukunft stehen“, so Briatore.

Um 40 Prozent wird die Bank- und Versicherungsanstalt seine Sponsorengelder schon in der kommenden Saison zurückschrauben. Aus der Mitteilung, die das Unternehmen am Montag auch auf seiner Homepage verbreitete, ging nicht eindeutig hervor, ob der Rennstall um den zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso und Teamchef Flavio Briatore damit auf fast die Hälfte des Geldes durch ING verzichten muss. Das Unternehmen ist auch offizieller Sponsor der WM-Rennen in Australien, Belgien, Ungarn und der Türkei.

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