Motorsport
Schumachers Fahrplan bis zum Karriereende

Drei Kontinente in vier Wochen, knapp 1 000 Rennkilometer auf dem Asphalt und weit über 30 000 Flugmeilen in der Luft: Auch in den letzten Tagen seiner Karriere gönnt sich Michael Schumacher so gut wie keine Verschnaufpause.

dpa SCHANGHAI. Drei Kontinente in vier Wochen, knapp 1 000 Rennkilometer auf dem Asphalt und weit über 30 000 Flugmeilen in der Luft: Auch in den letzten Tagen seiner Karriere gönnt sich Michael Schumacher so gut wie keine Verschnaufpause.

„Ich möchte gedanklich voll und ganz bei der WM bleiben“, sagt der siebenmalige Formel-1-Weltmeister. An diesem Wochenende Schanghai, eine Woche später Suzuka und am 22. Oktober Sao Paulo, der möglicherweise krönende Abschluss des von Fernando Alonso (Spanien/Renault) vor einem Jahr entthronten Königs. Dazwischen noch zwei Testtage im spanischen Jerez. Fürs Kraft Tanken im Kreise der Familie bleiben dem 37 Jahre alten Rennrentner in spe nur einige wenige Tage.

Donnerstag, Schanghai: Ferrari-As Schumacher stellt sich bei der offiziellen Pressekonferenz des Internationalen Automobilverbandes FIA der Weltpresse. Lächelnd, so lange er nicht auf seinen Rücktritt angesprochen wird. 18 Tage nach der Verkündung seines Karriereendes nach dieser Saison will Schumacher darüber nun nicht mehr reden. Die volle Konzentration gilt den letzten drei Rennen seiner beispiellosen Laufbahn. In gewisser Hinsicht sei es etwas Besonderes. „Es ist nicht Business as usual“, sagte Schumacher: „Und darauf freue ich mich besonders.“

Freitag, wie üblich Training. Samstag Training und Qualifikation, Sonntag der Große Preis von China. Nur einen Tag später geht es weiter nach Tokio. Ein bisschen akklimatisieren, Mittwoch Sponsorentermin in der japanischen Hauptstadt, ehe er vier Tage vor dem 17. WM-Lauf im eine Stunde entfernten Suzuka eintrifft. Dort, wo Schumachers Erfolgsserie mit der Scuderia vor sechs Jahren mit dem ersten von fünf Titeln in Serie begann - und sich der Kreis nun schließen könnte. Ein vorzeitiger Titelgewinn für Schumacher ist rechnerisch möglich. Und wieder heißt es: Freitag Training, Samstag Training und Qualifikation, Sonntag Rennen.

Noch in der Nacht auf den nächsten Tag ist die Heimreise geplant. Familientag auf seinem feudalen Anwesen in der Schweiz. Viel Zeit bleibt aber nicht. Testfahrten im spanischen Jerez stehen an. Zwei Tage. Dann wieder zurück nach Vufflens-le-Chateau. Die letzte Regenerierungsphase - rund vier Tage lang - vor dem Showdown in Brasilien. Nach der Ankunft will sich Schumacher zwei Tage auf die erneuten Klimaveränderungen einstimmen. Am Donnerstag vor dem Rennen steht ein Sponsorentermin auf der To-do-Liste. Drei Tage später beendet Schumacher seine Karriere - nach seinem 250. WM-Lauf und möglicherweise als achtmaliger Weltmeister. Nur eines steht schon fest: Zeit zum Durchatmen hat er dann erst einmal genug.

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