Motorsport
Selbst Ecclestone ohne Rat für Hockenheimring

Einen Rat hat auch Bernie Ecclestone nicht parat. Doch das drohende Ende der Formel 1 auf dem Hockenheimring würde ihm missfallen. Dagegen macht ihm die weltweite Finanzkrise keine Angst.

dpa LONDON. "Es ist eine Zeitlang her, dass ich mit einer großen Investition involviert war in den Hockenheimring. Ich würde es daher nicht gerne sehen, wenn er von der Formel-1-Bildfläche verschwinden würde", sagte Ecclestone in einem Interview der Deutschen Presse- Agentur dpa. Einen Tipp habe er aber "nicht wirklich".

Die Entscheidung über das weitere Wohl und Wehe der Königsklasse auf dem Hockenheimring wird Mitte März fallen. Dann stimmt der Gemeinderat ab und wird aus wirtschaftlichen Gründen gegebenenfalls den Grand Prix 2010 absagen.

"Die Schwierigkeit ist doch heutzutage, dass wir wiederum glücklich sein können, dass es viele verschiedene Sportarten gibt, die staatlich unterstützt werden", meinte Ecclestone, nachdem auch die Hockenheimring Gmbh Unterstützung durch Politik und Wirtschaft reklamierte. 2010 rechnet der Ring damit, ein Defizit in Höhe von sechs Mill. Euro einzufahren. Eine kleine Summe sei notwendig, um in einem Land die Formel 1 aufrecht zu erhalten. Ecclestone erinnerte an die Kosten, die beispielsweise die Olympischen Spiele in London, wo Ecclestone lebt und arbeitet, verursachen würden. "Es ist sehr günstig für ein Land, eine der Top-Sportarten zu unterhalten", meinte der 78-Jährige.

Kritik an den Zahlungen der Streckenbetreiber für das Fahrerfeld, die sogenannte "hostage fee", die Spekulationen zufolge angeblich zwischen fünf Mill. und 45 Mill. Dollar Dollar liegen und jährlich um zehn Prozent jeweils steigen soll, verstehe er nicht. "Denn wir haben mehr Leute, die Rennen haben wollen, als wir in einer Saison machen können", betonte Ecclestone und bestätigte auch die Premiere eines Grand Prix in Indien im Rennkalender 2011.

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