Motorsport Tourenwagen-WM
BMW-Team Germany lässt Resultat anfechten

Das BMW-Team Germany will das Tourenwagen-WM-Resultat in Marrakesch nicht akzeptieren und hat bei der FIA wegen der von Seat eingesetzten Dieselmotoren Protest eingelegt.

Der schon lange schwelende Streit um die Zulassung und Einstufung der von Seat in der Tourenwagen-WM eingesetzten Dieselmotoren hat den Ausgang der beiden WM-Läufe am Sonntag in Marrakesch überschattet.

Das BMW-Team Germany, besser bekannt unter dem Namen Schnitzer Motorsport (Freilassing), legte nach dem zweiten Rennen in der marokkanischen Königsstadt gegen die vier Seat Leon TDI von Titelverteidiger und Tabellenführer Yvan Muller (Frankreich), Gabriele Tarquini (Italien), Jordi Gene (Spanien) und Tiago Monteiro (Portugal) bei den Rennkommissaren des Automobil-Weltverbandes FIA am Sonntagabend fristgerecht einen Protest ein.

Hintergrund ist eine Definition im technischen Reglement bezüglich des Ladedrucks der Diesel-Motoren von Seat, der maximal 2,5 bar betragen darf. Die FIA hatte die Ladedruckbegrenzung ursprünglich mit der Begründung abgelehnt, dass die gegenwärtige Messmethodik nicht ausreiche, um die Einhaltung des maximalen Ladedrucks exakt zu überprüfen. Trotz aller Zweifel hat die FIA die Ladedruckbegrenzung aber für 2009 ins Reglement aufgenommen und damit ganz offensichtlich eine Grauzone geschaffen, die BMW jetzt klären lassen will.

Somit stehen die Resultate der beiden Sprintrennen in Marrakesch ab Platz zwei, den je einmal Muller und Tarquini belegten sowie die Fahrer- und Herstellerwertung unter Vorbehalt. Lediglich die Siege der beiden Chevrolet-Piloten Robert Huff (Großbritannien) und Nicola Larini (Italien) gelten als offiziell.

© SID

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