Motorsport Tourenwagen-WM
Jörg Müller träumt vom Hattrick

Heute starten im spanischen Valencia die Saisonläufe Nummer fünf (10.20 Uhr) und sechs (15.35 Uhr) der Tourenwagen-WM. Für Jörg Müller ein gutes Pflaster. Dem BMW-Werkspilot könnte der Sieg-Hattrick gelingen.

Wenn die Formel-1-Piloten 2008 in Valencia fahren, sollten sie sich bei BMW-Werkspilot Jörg Müller informieren. Der kennt sich in der spanischen Hafenstadt bestens aus. Der 37-Jährige aus Hückelhoven gewann in Valencia in den letzten beiden Jahren jeweils eines der beiden Rennen und träumt jetzt vom Hattrick.

"Ich komme auf dieser Strecke offenbar recht gut zurecht", sagt Müller. Mit 22 Punkten liegt er in der Gesamtwertung vor den Saisonläufen Nummer fünf und sechs (Sonntag 10.20 Uhr und 15.35 Uhr) hinter seinem brasilianischem Teamkollegen Augusto Farfus auf dem zweiten Platz, den er gegen den Italiener Gabriele Tarquini (Seat) und Weltmeister Andy Priaulx (Großbritannien/beide 21) in einem weiteren BMW 320si verteidigen will.

Was allerdings nicht so leicht wird. Aufgrund der guten Platzierungen in den letzten Läufen haben Müller, Tarquini und Priaulx jeweils 45 Kilogramm Zusatzgewicht an Bord, Farfus sogar 50, so dass einige andere Piloten im eng zusammenliegenden Fahrerfeld das Spitzenquartett unter Druck setzen werden.

"Das Gewicht spielt natürlich eine große Rolle, ich habe immerhin 45 Kilogramm Ballast im Auto. Das Ziel lautet deshalb, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen", sagt Müller. Eine Marschroute, die er schon vor zwei Wochen in Zandvoort mit einem vierten Platz im zweiten Lauf gut umsetzte.

BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen ist jedenfalls optimistisch. "In Valencia werden auch viele unserer Konkurrenten deutlich schwerer unterwegs sein als zuletzt", sagt er: "Wir liegen sowohl in der Fahrer- als auch in der Herstellerwertung an der Spitze und möchten dort auch nach den Rennen in Spanien stehen."

Zu Jokern für BMW, das in der Markenwertung mit 60 Punkten deutlich vor Seat (43) und Chevrolet (35) liegt, könnten in Valencia zwei Piloten werden, die im Gegensatz zu Müller, Priaulx und Farfus viel leichtere Autos haben. Der spanische Lokalmatador Felix Porteiro geht ohne Zusatzballast ins Rennen und würde seinem ersten WM-Punkt von Zandvoort gerne weitere hinzufügen.

Der frühere Formel-1-Pilot Alessandro Zanardi geht mit fünf Extra-Kilos ins Rennen. Für den beinamputierten Italiener, der als erster behinderte Rennfahrer zwei WM-Läufe gewann, ist der Start in Valencia eine besonders emotionale Angelegenheit Auf dem Circuit Ricardo Tormo fuhr Zanardi Ende 2006 erstmals nach seinem schweren Unfall im Jahr 2001 wieder ein Formel-1-Auto und schrieb damit Motorsport-Geschichte.

Für BMW ist Valencia eine Art zweites Heimspiel. Zum einen finden auf der Rennstrecke und im angrenzenden BMW Racing Center regelmäßig Sichtungs- und Fortbildungslehrgänge der Formel BMW statt. Zum anderen ist vor der Küste von Valencia zurzeit das BMW-Oracle-Team im America´s Cup unterwegs. Am Freitag werden Jörg Müller und Co. vom Begleitboot aus die Regatten aus nächster Nähe verfolgen.

© SID

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