Motorsport Tourenwagen-WM
Müller freut sich auf Tourenwagen-Gastspiel in Pau

Zum ersten Mal gastiert die Tourenwagen-WM heute im französischen Pau. BMW-Pilot Jörg Müller geht als Spitzenreiter ins Rennen und freut sich auf den Stadtkurs: "Der Kurs wird den Tourenwagen liegen."

Die Tourenwagen-WM gibt heute ihr erstes Gastspiel in Pau. Der altehrwürdige Stadtkurs am Fuße der Pyrenäen ist jedoch für viele Fahrer kein wirkliches Neuland. Zahlreiche Piloten fuhren dort schon in anderen Rennserien. Doch das Gefühl des Sieges in den engen Straßen kennt nur einer: BMW-Pilot Jörg Müller. Der 37-Jährige, der als Spitzenreiter in den siebten und achten Saisonlauf heute (10.05 Uhr und 15.35 Uhr) geht, hat in Pau 1996 auf dem Weg zum EM-Titel in der Formel 3 000 gewonnen.

Müller in der Qualifikation nur 16.

Allerdings steht Müller in Frankreich vor einer schweren Aufgabe. Der Hückelhovener muss vom 16. Startplatz in das erste der zwei gehen. Müller erwischte im BMW 320si auf dem Stadtkurs in der Qualifikation keine freie Runde und will nun versuchen, wie vor zwei Wochen in Valencia, als er von Rang 14 gestartet war, zumindest bis auf den achten Rang nach vorne zu fahren. Der würde ihm dann die Pole Position für das zweite Rennen einbringen.

Nach der unglücklichen Qualifikation droht Müller nun, die WM-Gesamtführung an seinen Markenkollegen und Weltmeister Andy Priaulx zu verlieren. Der Brite, der wie Müller 31 Punkte auf dem Konto hat, steht auf Startplatz fünf. Die Pole Position holte zum zweiten Mal in diesem Jahr der Schweizer Alain Menu in einem Chevrolet Lacetti.

"Der Kurs wird den Tourenwagen liegen"

"Es ist schon eine Weile her, dass ich in Pau gefahren bin. Ich erinnere mich noch daran, wie ich mit dem Zweitplatzierten Kenny Bräck alle anderen Fahrer überrunden konnte", sagte Müller: "Der Kurs wird den Tourenwagen liegen. Es geht oft über die Randsteine, was für einen Stadtkurs eher ungewöhnlich ist. Ansonsten ist es ein typischer Stadtkurs mit engen Leitplanken auf beiden Seiten der Strecke."

Wie zuletzt in Valencia gehört Müller wieder zu den "schweren Jungs". Wie der Brite Priaulx muss er 55 zusätzliche Kilo in seinen BMW packen. Müllers Teamkollege Augusto Farfus (Brasilien), mit 28 Punkten WM-Dritter, ist 15 Kilo leichter. Dafür werden Farfus aber nach einer in Valencia kassierten Strafe in der Startaufstellung zum ersten Lauf zehn Plätze abgezogen.

"Dass ich die WM anführe, wird meine Herangehensweite an das Rennwochenende nicht beeinflussen. Volle Konzentration ist gefragt, denn in Pau wird jeder Fehler bestraft", meint Vize-Weltmeister Müller.

Für Spannung ist gesorgt

Spannung ist in jedem Fall gerantiert: In den bisherigen sechs Rennen gab es fünf verschiedene Sieger in vier verschiedenen Autos der beteiligten Hersteller Alfa Romeo, BMW, Chevrolet und Seat.

Die Piste in Pau ist seit 1935 kaum verändert worden und damit der älteste noch genutzte Stadtkurs. Dort haben unter anderem Stars wie Juan Manuel Fangio, Jochen Rindt, Sir Jackie Stewart oder auch Jean Alesi gewonnen. Nach zahlreichen Gastspielen der Formel 1, der Formel zwei und der Formel 3 000 ist die 67. Auflage des Grand Prix von Pau die erste, die zu einer WM zählt.

© SID

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