Motorsport Tourenwagen-WM
Müller hat kaum noch Chancen auf Tourenwagen-Titel

Vize-Weltmeister Jörg Müller (Hückelhoven) blieb ebenso wie sein Teamkollege Andy Priaulx (Großbritannien) bei den Rennen der Tourenwagen-WM in Monza punktlos und hat so nur noch theoretische Chancen auf die WM-Krone.

Das Titelrennen um die die Krone in der Tourenwagen-WM ist wieder spannend. In Titelverteidiger Andy Priaulx (Großbritannien) und Vize-Weltmeister Jörg Müller (Hückelhoven) blieben die beiden BMW-Werksfahrer nach unverschuldeten Kollisionen in den Saisonläufen 19 und 20 zur Tourenwagen-WM in Monza als einzige Fahrer in den Top zehn der Gesamtwertung punktlos.

Nutznießer der harten Attacken war der Trainingsschnellste Yvan Muller (Frankreich), der sich mit seinem insgesamt dritten WM-Sieg sowie Rang zwei im zweiten Rennen punktgleich (81 Zähler) hinter dem zweimaligen Weltmeister Priaulx auf Platz zwei verbesserte. Bei Punktgleichheit entscheiden die besseren Einzelresultate über die Platzierung.

Während Priaulx, der vor 52 000 Zuschauern in Monza sein 100. Rennen als BMW-Werksfahrer bestritt, jeweils an der Box aufgeben musste, rettete sich Müller in seinem angeschlagenen Schnitzer-BMW 320si in beiden Sprintrennen noch als 17. und 15. ins Ziel, musste damit aber bereits neun Nullrunden in dieser Saison in Kauf nehmen.

Ärger über Seat-Piloten

"Wie sich die Bilder gleichen: Auch in Oschersleben und Brands Hatch hatte ich kurz nach dem Start eine Kollision. Diesmal hat es mich gleich in beiden Läufen erwischt, und jedes Mal war es ein Seat-Pilot. So kann man auch eine Meisterschaft beeinflussen", sagte Müller in Anspielung auf die Tabellensituation.

Auch Müllers Teamkollege Augusto Farfus kam nicht ungeschoren davon. Nachdem sich der Brasilianer mit Rang sieben zwei WM-Punkte gesichert hatte, wurde er anschließend an zweiter Stelle liegend von Seat-Werksfahrer Gabriele Tarquini bereits in der ersten Runde unfair ins Aus geschickt. Mit 71 Punkten ist Farfus als Dritter beim großen Showdown am 18. November in Macau/China aber ebenso noch im Titelrennen wie Müller (66), der allerdings hinter Alfa-Pilot James Thompson (Großbritannien/69) auf Gesamtrang fünf zurückgefallen ist.

Zanardi kämpft sich auf Rang sechs

Publikumsliebling Alessandro Zanardi belegte im zweiten Rennen des Tages beim Sieg von Jordi Gene (Spanien/Seat) nach einer bravourösen Aufholjagd in einem weiteren BMW 320si den sechsten Platz. Zuvor war der 40-jährige Italiener nach einer unverschuldeten Kollision vom Ende des Feldes noch auf Rang 13 nach vorne gefahren. Der BMW-Werksvertrag mit dem beinamputierten Italiener, der am 4. November mit einem auf seine Bedürfnisse umgebauten Handrad am weltberühmten New York-Marathon teilnimmt, wurde um ein Jahr verlängert. Das wurde in Monza offiziell bekannt gegeben.

© SID

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