Motorsport Tourenwagen-WM
Müller startet Mission WM-Titel

Im letzten Jahr hatte es für BMW-Pilot Jörg Müller bei der Tourenwagen-WM nur zum zweiten Rang gereicht, in diesem Jahr will der 37-Jährige den Titel holen. Die WM beginnt heute mit zwei Rennen in Curitiba.

Im letzten Jahr musste sich BMW-Pilot Jörg Müller mit dem Vize-Weltmeistertitel in der Tourenwagen-WM begnügen, in diesem Jahr will der Hückelhovener den großen Wurf landen. Müllers größter Konkurrent ist dabei Titelverteidiger Andy Priaulx (Großbritannien).

"Mein Ziel ist, es Andy Priaulx so schwer wie möglich zu machen. Ich werde alles dafür tun, damit BMW erneut die Herstellerwertung gewinnt", sagt Jörg Müller vor den ersten beiden Rennen am Sonntag (16.00 Uhr/live bei Eurosport) in Curitiba/Brasilien, die der BMW-Pilot von der Pole Position angeht. Der 37-Jährige ist in diesem Jahr nach dem Abschied seines Teamkollegen Dirk Müller (Burbach) und Peter Terting (Kempten/Seat) einziger Deutscher unter den 21 Fahrern aus elf Nationen.

Zwei Neue für BMW

Müllers Chef, BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen, dürfte es egal sein, welcher seiner Piloten den Titel holt - Hauptsache, er sitzt in einem BMW. In Neuzugang Augusto Farfus und dem beinamputierten früheren Formel-1-Piloten Alessandro Zanardi, der 2005 und 2006 als erster behinderter Rennfahrer jeweils ein WM-Rennen gewann, haben die Münchner im Kampf gegen Alfa Romeo, Chevrolet und Seat zwei weitere Eisen im Feuer.

"Uns erwartet eine große Herausforderung. Der BMW 320si war im vergangenen Jahr das beste Basisauto in der WM. Die lange Siegesserie von BMW-Fahrzeugen ist ein Kompetenzbeweis, den unsere Kunden zu schätzen wissen", sagte Theissen in einem Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid). BMW holte bislang alle drei vergebenen Fahrertitel (1987 durch den Italiener Roberto Ravaglia) sowie zweimal in Folge den Herstellertitel und gilt daher als großer Favorit.

"Versprechen uns einen frischen Wind"

Den Wechsel im BMW-Werksteam Schnitzer vom früheren Vize-Europa- und Weltmeister Dirk Müller zum WM-Dritten Farfus erklärte Theissen so: "Der entscheidende Grund war nicht die Nationalität. Wir hatten vielmehr das Gefühl, dass nach fünf Jahren ohne Wechsel in diesem Team einfach eine Veränderung vollzogen werden musste. Wir versprechen uns davon einen frischen Wind."

Verhindern will die Konkurrenz einen erneuten BMW-Triumph unter anderem durch den Einsatz namhafter Piloten. Darunter sind die ehemaligen italienischen Formel-1-Piloten Nicola Larini (Chevrolet) und Gabriele Tarquini (Seat) sowie der mehrfache Tourenwagen-Meister James Thompson (Großbritannien/Alfa), Alain Menu (Schweiz/Chevrolet), Yvan Muller (Frankreich) und Jordi Gene (Spanien/Seat).

Dass nur noch vier Hersteller in der WM, die am 26. August in Oscherleben gastiert, vertreten sind, wertet Theissen nicht als negatives Signal. "Ich glaube, der generelle Trend ist eher anders herum. Ich weiß ganz konkret, dass sich zwei, drei Hersteller mit sehr ernsthaften Einstiegsabsichten tragen", sagte der 54-Jährige, für den ein Engagement in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft weiterhin nicht in Frage kommt: "Die DTM ist eine klasse Serie, schöne Autos, guter Sport. Für mich ist sie aber eher eine GT- als eine Tourenwagen-Serie, sie passt einfach nicht in unser Programm."

© SID

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