Motorsport Tourenwagen-WM
Müller will beim Heimspiel in Oschersleben punkten

Heute stehen der 15. und 16. Lauf der Tourenwagen-WM in Oschersleben auf dem Programm. BMW-Pilot Jörg Müller will bei seinem Heimspiel punkten. Der 37-Jährige liegt mit einem vierten Platz in der Qualifikation auf Kurs.

Das Ziel ist klar: BMW-Pilot Jörg Müller möchte am Saisonende endlich die Gesamtwertung der Tourenwagen-WM gewinnen. Zwar kommt der 37-Jährige als Führender zum Heimspiel nach Oschersleben, doch dem BMW-Werkspiloten ist es viel wichtiger, nach drei Vize-Titeln endlich am Ende der Saison einmal ganz oben zu stehen. Dafür würde Müller es sogar in Kauf nehmen, beim 15. und 16. Lauf heute (12.05 Uhr/live bei Eurosport zwei und n-tv, 16.05 Uhr/live bei Eurosport) die Spitzenposition vorübergehend abzugeben. In der Qualifikation erreichte der BMW-Fahrer Rang vier.

"Als Führender zum Heimrennen zu kommen, macht mich natürlich besonders stolz. Aber wichtig ist vor allem, zu punkten und an den ersten drei, vier der Meisterschaft dranzubleiben. Ich gehe nicht unbedingt mit dem Ziel nach Oschersleben, den Vorsprung auszubauen", sagte Müller, der im vorigen Jahr eines der beiden Rennen in der Magdeburger Börde gewonnen hatte: "Denn es gibt bis zum Saisonende noch 80 zu vergebene Punkte. Ankommen und Punkte zu machen ist das oberste Ziel, wenn man auf die direkte Konkurrenz ein, zwei Punkte verliert oder gewinnt, ist das nicht das Entscheidendste im Moment."

Müller gehört in Oschersleben zu den "schweren Jungs"

Zumal Müller, der 2002 und 2003 in der EM sowie im vorigen Jahr in der WM jeweils Zweiter war, mit 55 Kilogramm Zusatzgewicht zu den "schweren Jungs" im Feld gehört. Was ihn aber nicht wirklich stört, weil seine Markenkollegen Andy Priaulx aus Großbritannien (57 Punkte/55kg) und Augusto Farfus aus Brasilien (56 Punkte/50kg) sowie der italienische Chevrolet-Pilot Nicola Larini (48 Punkte/60kg) mit einem ähnlichen Handicap leben müssen wie der Rheinländer, der mit 58 Punkten im Moment knapp die Nase vorn hat.

"Die Fahrer, die mit um die Meisterschaft kämpfen, haben alle in etwa so viel Ballast dabei wie ich", meinte Müller: "Von daher wird dieser Kampf sehr ausgeglichen sein, auch wenn es vielleicht dabei nicht um Siege geht." Generell sei es für Rennfahrer zwar immer bitter, "für gute Leistungen mit Platzierungsgewichten bestraft zu werden", meinte der Formel-3 000-Europameister von 1996. Aber die WM-Entscheidung im Vorjahr, als noch neun Fahrer mit Titelchancen ins Finale in Macau gingen, zeige, dass sich das System bewährt habe.

© SID

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