Nach vier Wochen im Koma
„Weiterkämpfen, Schumi!“

Der Gesundheitszustand von Michael Schumacher ist unverändert stabil, aber kritisch. Der Medienrummel ist abgeklungen. Doch Fans und Wegbegleiter lassen sich immer neue Genesungswünsche für den Ex-Rennfahrer einfallen.
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Jerez/Spa-FrancorchampsDer Zustand von Michael Schumacher ist unverändert: Der frühere Formel-1-Weltmeister liegt seit vier Wochen im künstlichen Koma. Nach seinem Skiunfall am 29. Dezember wurde Schumacher am Kopf operiert, weltweit nahmen Menschen und Medien Anteil am Schicksal des früheren Rennprofis. Während die Presseteams vor der Klinik in Grenoble verschwunden sind, bleibt das Schicksal Schumachers bei den Fans und Wegbegleitern nach wie vor präsent.

„Michaels Zustand wird weiterhin als stabil angesehen“, teilte seine Managerin Sabine Kehm am 17. Januar mit. Es waren die letzten offiziellen Nachrichten zu Schumachers Gesundheitszustand. Der 45-Jährige liegt seit Ende Dezember in der Universitätsklinik von Grenoble.

Die Verwandten Schumachers setzen laut Kehm weiter auf die Mediziner in der französischen Stadt. In ihrem Statement betonte die Managerin, „dass Michaels Familie sehr zufrieden ist mit der Arbeit des behandelnden Ärzteteams und dass sie ihnen absolut vertrauen“. Zudem müsse „jegliche Information über Michaels Gesundheitszustand, die nicht von seinem behandelnden Ärzteteam oder seinem Management stammt, als reine Spekulation betrachtet werden“.

Sein früherer Rennstall hat sich für den ehemaligen Profi etwas besonderes ausgedacht: Mercedes lackierte auf die Silberpfeile für die Testfahrten in dieser Woche die Worte „#KeepFightingMichael“ (deutsch: Weiterkämpfen, Michael). Eine hoffnungsvolle Botschaft an den kranken Rekordweltmeister.

Eine rührende Aktion dachten sich auch seine Fans aus: Teilweise mit Ferrari-Fahnen oder lebensgroßen Pappfiguren ausgestattet, kamen am Sonntag mehrere Hundert Fans des schwer verunglückten Formel 1-Rekordweltmeisters auf dessen Lieblingsstrecke im belgischen Spa-Francorchamps zu einem „Michael Schumacher Fan Tribut“ zusammen. Der gemeinsame Marsch über den 7,004 Kilometer langen Kurs solle dem Kerpener und seiner Familie „positive Energie“ für das wichtigste Rennen in seinem Leben geben, hatte Mitorganisatorin Heidi Hendrickx laut der belgischen Zeitung „Le Soir“ erklärt.

Die Strecke wurde eigens für die Aktion gesperrt. In Schumachers einzigartiger Karriere spielte sie immer eine ganz besondere Rolle. 1991 bestritt er dort sein erstes Rennen, ein Jahr später feierte er auf dem anspruchsvollen Kurs mit der legendären Eau Rouge seinen ersten Sieg von insgesamt 91 Grand-Prix-Erfolgen. 2004 machte er in Spa seinen siebten WM-Titel perfekt. 2012 fuhr er dort sein 300. Formel-1-Rennen, im selben Jahr wurde Schumacher zum Ehrenbürger von Spa ernannt.

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