Neue Rennen
Rennserie WTCC nimmt weltweit Fahrt auf

Gegen die Konkurrenz von Formel 1 und DTM konnte sich die Weltmeisterschaft der Tourenwagen, die WTCC, bisher nur schwer durchsetzen. Mit neuen Rennen und mehr TV-Präsenz will die Tourenwagen-WM nun auch in Deutschland Sponsoren und Fans überzeugen.

HAMBURG. Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC will neue Märkte erobern: In diesem Jahr wird es in Marokko ein Rennen geben, 2010 soll Russland folgen. Schon 2008 war die japanische Stadt Okayama als Austragungsort hinzugekommen. Bernd Daubenmerkl, Geschäftsführer des Spartensenders Eurosport in Deutschland, begrüßt die Expansion: Er bezeichnet das Rennen in Japan als "wichtigen Meilenstein in der Entwicklung der WTCC".

Veranstaltungen in zwölf Ländern auf drei Kontinenten: Die Rennserie hat den Anspruch, als Weltmeisterschaft des internationalen Dachverbandes Fia zu gelten. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt auch den Herstellern unterschiedlicher Herkunft geschuldet, die in der Serie aktiv sind. Nach dem Einstieg des japanischen Autobauers Honda in dieser Saison wird mit der in Osteuropa beheimateten Marke Lada ab kommendem Jahr neben BMW, Seat und Chevrolet nun die vierte Werksmarke in der höchsten Tourenwagen-Liga an den Start gehen.

In Deutschland kann von Expansion hingegen keine Rede sein. Oschersleben ist derzeit die einzige deutsche Rennstrecke, die zur Serie zählt. Im Tourenwagensport konkurrieren zwei Meisterschaften um die Gunst der Sponsoren und Zuschauer: die Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) und die Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC. Die beiden Veranstaltungen sind freilich nur schwer zu vergleichen. Während in der DTM Prototypen eingesetzt werden, nutzt die Tourenwagen-WM seriennahe Autos. Den großen Unterschied aber macht die globale Ausrichtung der WTCC aus - gegenüber der vorrangig nationalen Zielrichtung der DTM.

Doch trotz der stetig wachsenden Übersee-Dependancen ist Europa auch die Heimat des WTCC-Haus-Senders Eurosport. Dies verdeutlicht auch der Blick auf die Medienanalyse der abgelaufenen Saison. Der Karlsruher Sportresearch-Berater IFM kommt nach Auswertung von elf der zwölf Saisonrennen zu einem eindeutigen Ergebnis: In Europa konnte die WTCC 2008 eine kumulierte Reichweite von etwa 250 Mio. Zuschauern erzielen. Dies entspricht rund 80 Prozent der weltweiten Reichweite, die bei etwa 300 Mio. liegt - und zeigt auch den Einfluss, den Eurosport durch seine Rolle als Heimatsender hat.

International ist die Rennserie auf der Erfolgsspur: Die weltweite Reichweite konnte die WTCC im Vergleich zum Vorjahr bereits um mehr als zehn Prozent steigern. Und das, obwohl die Medienanalyse das letzte Rennen in Macau noch gar nicht berücksichtigen konnte.

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