Neue Rennstrecke in Texas
Der deutsche Formel 1-Architekt

Der „Circuit of the Americas“ in Texas wurde mit dem Rennen am Sonntag eingeweiht. Der Aachener Bauingenieur Hermann Tilke hat die neue Rennstrecke in Austin mitentworfen. Im Interview verrät er die Tücken der neuen Piste.
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AustinWelche Idee haben Sie beim Streckenbau in Austin verfolgt?
Tilke: „Natürlich wollten wir etwas Besonderes machen, was man ja immer wieder versucht. Wir haben jeden Hügel ausgenutzt, es geht andauernd berghoch und bergrunter, das macht diese Strecke aus. Es gibt schnelle Kurvenkombinationen, die über diese Hügel führen. Das macht es besonders interessant.“

Mit welchem Schwierigkeitsgrad müssen denn gerade die beiden Titelkandidaten Sebastian Vettel und Fernando Alonso rechnen?
Es ist schon eine der schwierigen Strecken. Das ist natürlich relativ, weil die Formel-1-Fahrer eben Vollprofis sind und das sehr schnell lernen. Das ist immer wieder erstaunlich. Aber es ist leicht, Fehler zu machen, und schwierig, das Auto so abzustimmen, dass es für die ganze Strecke passt.

Wie sind Sie mit den Problemen während der Bauphase umgegangen?
Die Bodenverhältnisse waren nicht einfach, wir mussten viel Boden austauschen. Dann mussten wir uns überlegen, wie wir die Bauwerke stabil kriegen. Dass es drei Monate Baustopp gab, ist ja auch bekannt. Das hat der amerikanische Bauunternehmer aber mit uns zusammen gut ausgleichen können.

Warum greift die Formel 1 denn immer wieder auf Sie für ihre Strecken-Neubauten zurück?
Wir haben eben viel Erfahrung. Das soll nicht arrogant klingen, aber wir machen vielleicht die wenigsten Fehler und bringen die verschiedenen Interessen am besten zusammen. Wir haben insgesamt 65 Rennstrecken gebaut, nicht nur für die Formel 1. Diese Erfahrungen haben wir auch auf andere Projekte übertragen. Wir müssen immer auf den Punkt fertig sein. Das Rennen wird zwei Jahre vorher angekündigt, wenn wir gerade anfangen zu bauen. Wir können es uns nicht leisten, eine Woche später fertig zu werden.

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