Motorsport
Neuer Mclaren-Motor meistert erste Testrunden

Ohne Probleme hat der neue V8-Motor von Mclaren-Mercedes die ersten Testrunden auf der Rennstrecke von Silverstone absolviert. In der Formel 1 dürfen ab 2006 nur noch Achtzylinder mit 2,4 Litern Hubraum genutzt werden.

Überraschend zuverlässig präsentiert sich der neue Formel-1-Motor von Mercedes Benz. Auf der Grand-Prix-Strecke im englischen Silverstone fuhr Mclaren-Mercedes-Testpilot Pedro de la Rosa (Spanien) am Steuer eines MP4-20B am Dienstag und Mittwoch insgesamt 78 Runden.

Wie vom Reglement für die Saison 2006 gefordert, ist der neue Motor ein V8-Zylinder mit 2,4 Litern Hubraum. Bis Ende 2005 wird mit V10-Motoren mit drei Litern Hubraum gefahren. Dieses Reglement gilt seit der Saison 1995. De la Rosas Bestzeit wurde in 1:22,974 Minuten gestoppt. Zum Vergleich: Die schnellste Runde des Silverstone-Tests fuhr der WM-Führende Fernando Alonso (Spanien) im Renault mit einem V10-Motor in 1:17,018.

Programm wie geplant absolviert

"Der erste Testeinsatz des neuen V8-Motors auf der Rennstrecke verlief problemlos. Wir konnten an beiden Tagen erste grundlegende Erfahrungen mit dem neuen Aggregat auf der Rennstrecke machen und unser Programm wie geplant absolvieren", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Die bei den mehr als 400 Testkilometern gesammelte Datenmenge wird jetzt bei Mercedes-Benz in Brixworth ausgewertet. Haug: "Das wird helfen, den Motor wie geplant weiterzuentwickeln. Die Premiere war okay, wir liegen exakt im Zeitplan, den wir uns vorgegeben haben."

Das Debüt des Mercedes-Benz V8-Motors erfolgte wie geplant drei Monate nach dem ersten Prüfstandslauf. Seitdem hat der Motor bereits mehrere 1 000 Testkilometer auf den Prüfständen absolviert. Die neue V8-Motorengeneration wird etwa 200 PS weniger Leistung haben als die derzeit verwendeten V10-Motoren.

In Zukunft engere Grenzen

Der V8 mit der Typenbezeichnung FO 108s wurde von Grund auf neu konstruiert und gebaut. Das neue Motorenreglement steckt die Grenzen für die Hersteller in der Formel-1-WM enger ab als das bisherige. Die Arbeit am neuen Motor begann Mitte 2004, als ein Team von Ingenieuren erste Konzepte entwarf.

Vorgeschrieben werden nun: der V-Winkel der Zylinder (90 Grad) und die Verwendung von jeweils maximal zwei Ein- und Auslassventilen (bisher war nur die Zylinderzahl vorgegeben und die Maximalzahl von fünf Ventilen), das Mindestgewicht von 95 Kilogramm für den Motor, die maximale Zylinderbohrung von 98 Millimeter und die Lage des Schwerpunktes des Motors.

Der V8-Motor hat auch wesentlichen Einfluss auf den Bau des Mclaren-Mercedes MP4-21 für die Saison 2006. Der V8-Motor ist nicht nur kleiner als der V10, er begnügt sich auch mit einer geringeren Luftzufuhr. Dadurch muss die Aerodynamik des nächstjährigen Fahrzeugs entsprechend umfangreich verändert werden.

© SID

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