Neun Monate nach Horror-Unfall
Formel-1-Pilot Bianchi gestorben

Auch seine Familie hatte kaum noch Hoffnung: Neun Monate nach seinem tragischen Unfall in Japan ist Formel-1-Pilot Jules Bianchi an den Folgen seiner Kopfverletzungen gestorben. Die Motorsportwelt ist erschüttert.
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NizzaFormel-1-Pilot Jules Bianchi hat seinen letzten Kampf verloren. Der vor gut neun Monaten bei einem fürchterlichen Unfall beim Grand Prix von Japan schwer verletzte Rennfahrer starb am Freitagabend in seiner Heimatstadt Nizza. Frühere Kollegen und Staatspräsident François Hollande reagierten bestürzt auf die Mitteilung der Familie. „Jules hat bis zum Ende gekämpft, wie er es immer gemacht hat, aber gestern ist sein Kampf zu Ende gegangen“, teilte die Familie in der Nacht zum Samstag auf Facebook mit.

Der am 5. Oktober 2014 verunglückte Bianchi lag bis zuletzt im Koma. Er wurde nur 25 Jahre alt. „In der vergangenen Nacht haben wir einen wahrlich tollen Menschen und einen echten Kämpfer verloren“, schrieb McLaren-Fahrer Jenson Button.

Bianchi war in Suzuka mit seinem Marussia gegen einen Bergungskran gerast und hatte sich schwere Verletzungen im Gehirn zugezogen. „Der französische Sport verliert mit ihm eine seiner großen Hoffnungen“, teilte Hollande am Samstag mit. „Meine Gedanken sind bei seinen Eltern, seiner Familie und seinen Freunden.“

Die Familie um Vater Philippe und Mutter Christine dankte dem medizinischen Personal des Krankenhauses, das den im Koma liegenden Bianchi „mit Liebe und Hingabe“ gepflegt habe.

Gut zwei Jahrzehnte nach dem Tod der Renn-Ikone Ayrton Senna am 1. Mai 1994 in Imola und von Roland Ratzenberger am Tag davor trauert die Formel 1 um den insgesamt 26. Unfalltoten an einem Grand-Prix-Wochenende seit der WM-Premiere 1950. Der Motorsport-Weltverband FIA kondolierte: „Der Sport hat einen der talentiertesten Fahrer dieser Generation verloren“.

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