Nürburgring-Comeback: Ecclestone bringt die angeschlagene Legende zurück

Nürburgring-Comeback
Ecclestone bringt die angeschlagene Legende zurück

Der Nürburgring ist zurück im Kreis der Formel-1-Strecken. Nach vielen negativen Nachrichten aus der Eifel ist das ein Hoffnungsschimmer - alle Probleme löst aber selbst Formel-1-Boss Bernie Ecclestone nicht.
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NürburgDas Formel-1-Rennen in Deutschland kann steigen - und zwar am legendären Nürburgring. Bernie Ecclestone, der umtriebige Chefvermarkter der Motorsport-Königsklasse, hat grünes Licht gegeben und sich mit der Ring-Betreibergesellschaft geeinigt. Damit wissen Piloten wie Sebastian Vettel, Rennställe und Motorsportfans nun endlich, dass es im Sommer ein Rennen am weltbekannten Ring geben wird. Unabhängig vom Ausgang dürfte es ein Zuschauermagnet werden. Und es zeigt: Der krisengeschüttelte Ring kann nach langem Gezerre noch positive Schlagzeilen produzieren.

NG-Sanierungsgeschäftsführer Thomas Schmidt wertete die Einigung mit Ecclestone nun als „erheblichen und wertvollen Beitrag für den Nürburgring“. Formel-1-Chef Ecclestone erklärte, er habe sich gerne für die Austragung eingesetzt, „um diese Traditionsstrecke weiter zu erhalten“. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer bezeichnete die Entscheidung als „klaren Beleg für die Attraktivität der Rennstrecke“. Auch der deutsche Fahrer Nico Rosbert freute sich über das Comeback: „Vielen Dank an alle Beteiligten, dass doch eine gute Lösung im Sinne der deutschen Fans gefunden wurde. Die wären die großen Leidtragenden gewesen.“

In den vergangenen Monaten hatte die Rennstrecke allzu oft im negativen Sinne von sich reden gemacht. Da waren die Insolvenz der staatlichen Ring-Gesellschaft und der Streit zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und den mittlerweile ehemaligen Pächtern. Was folgte, waren schier endlose Gespräche um das prestigeträchtige Formel-1-Rennen. Einige Male war von „finalen Verhandlungen“ zu hören gewesen, doch eine Einigung ließ stets auf sich warten - bis jetzt.

Rückblick: Die frühere rheinland-pfälzische SPD-Alleinregierung unter Kurt Beck hatte vor einigen Jahren einen Freizeitpark am Ring bauen lassen, um mehr Besucher in die strukturschwache Region zu locken und Arbeitsplätze zu schaffen. Doch das Projekt war nicht nur überdimensioniert, auch die Privatfinanzierung scheiterte. 2009 musste der damalige Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) seinen Hut nehmen. Dann kamen Privatbetreiber - aber zu wenig Besucher.

Wegen der Insolvenz sind bis zu 330 Millionen Euro Landesgeld in Gefahr. Im Zusammenhang mit der gescheiterten Privatfinanzierung läuft seit Monaten ein Untreue-Verfahren vor dem Koblenzer Landgericht - auf der Anklagebank sitzt unter anderem Deubel. Alles in allem schwebt das Thema Nürburgring mit seinen vielen Facetten seit Jahren wie ein Damoklesschwert über den Regierenden in Mainz und trübte nicht zuletzt die Bilanz des jüngst aus dem Amt geschiedenen Beck.

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