Motorsport
Paffett holt mit Platz drei DTM-Krone

Mit Rang drei in Hockenheim hat Mercedes-Pilot Gary Paffett den Titelgewinn perfekt gemacht. Vor 147 000 Zuschauern siegte Bernd Schneider im letzten DTM-Saisonrennen vor Teamkollege Jamie Green.

Gary Paffett als erster Brite Meister, zum Abschluss ein Dreifachsieg mit Bernd Schneider an der Spitze und dazu die Titel bei den Marken und Teams - für Mercedes endete die DTM-Saison 2005 mit einem totalen Triumph. Die Erfolge in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft trösten die Stuttgarter damit ein wenig über die verpassten Titel in der Formel 1 hinweg.

"Besser geht es einfach nicht. Wir sind alle happy", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Sorgen machte sich die DTM-Familie allerdings um Heinz-Harald Frentzen, der nach einem schweren Unfall mit seinem Opel mit starken Rückenschmerzen per Hubschrauber zum Röntgen ins Krankenhaus nach Mannheim gebracht wurde. Der Gladbacher war aber ansprechbar.

Paffett will "perfekte Saison" mit Hochzeit krönen

Dem 24-jährigen Paffett genügte beim Saisonfinale in Hockenheim der dritte Platz hinter Schneider und seinem Landsmann Jamie Green, um mit 15 Punkten Vorsprung vor Titelverteidiger Mattias Ekström (84:69) den größten Erfolg seiner Karriere perfekt zu machen. "Unglaublich. Das war eine perfekte Saison", sagte Paffett, dem Haug zur Belohnung eine Formel-1-Testfahrt versprach: "Es war ein super Jahr, und das werde ich im Dezember super abschließen." Am 17. Dezember steht die Hochzeit mit seiner Verlobten Lisa an.

Audi-Pilot Ekström, der nach einem schwachen Training von Rang 15 gestartet war, fuhr zwar auf Rang sieben vor, wurde aber dann von der Rennleitung aus der Wertung genommen, weil er nur einen von zwei Pflichtboxenstopps absolviert hatte. Ekström hätte den elften und letzten Lauf gewinnen und auf eine Nullnummer von Paffett hoffen müssen, um seinen Titel zu behalten.

Erster deutscher Saisonsieg durch Bernd Schneider

Der Schwede nahm den Verlust der DTM-Krone aber wie ein echter Sportsmann und gratulierte Paffett zum Erfolg. "Nicht schlecht für einen Briten", sagte Ekström zum neuen Champion. Auch von Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich kamen anerkennende Worte: "Glückwunsch an Gary Paffet zum Gewinn der Meisterschaft und einer hervorragenden Saison. Wir werden uns für 2006 neu aufstellen und orientieren."

Abseits der Entscheidung um die Meisterschaft bewahrte "Mr. DTM" Schneider (St. Ingbert) die deutschen Fahrer vor einem Negativrekord. Mit seinem 29. DTM-Sieg vor seinen Teamkollegen sorgte der Altmeister dafür, dass nicht zum ersten Mal in der 18-jährigen Geschichte der Serie kein deutscher Pilot ein Saisonrennen gewann.

Schneider und Häkkinen sollen bei Mercedes bleiben

Der 41-Jährige aus St. Ingbert, der in seinem 200. Rennen in einem DTM-Auto (inklusive ITC und Einladungsrennen) nach einem Blitzstart seinen insgesamt 39. Sieg feierte, war ganz besonders motiviert. Am Tag zuvor hatte Mercedes-Sportchef Norbert Haug erklärt, dass der viermalige DTM-Champion (1995, 2000, 2001, 2003) auch in der kommenden Saison für Mercedes fahren wird.

Auch der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen aus Finnland, der in seiner Premierensaison in Spa ein Rennen gewann ("Das war mein Ziel") und in der Gesamtwertung Vierter wurde, dürfte 2006 wieder dabei sein. Der neue Superstar der Serie muss mit Mercedes nur noch Kleinigkeiten über den neuen Vertrag klären. "Es sieht aber positiv aus", sagte Häkkinen dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Frentzens Zukunft ist dagegen völlig offen. Nach dem im Herbst 2004 angekündigten Rückzug von Opel steht der Mönchengladbacher ohne Cockpit da. Nicht nur Frentzen, mit 17 Punkten und Platz acht bester Opel-Pilot der Gesamtwertung, hofft darauf, dass 2006 möglicherweise Privatteams die 2005er-Opel einsetzen dürfen. Eine Entscheidung darüber steht noch aus. "Erstmal war das heute unser letztes Rennen", sagte Sportchef Volker Strycek. Es war das 51. Rennen der Rüsselsheimer in Folge ohne Sieg. Bester Opel-Pilot war Marcel Fässler (Schweiz) als Sechster.

© SID

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