Motorsport
Paffett nach Sieg auf dem Norisring wieder vorne

Gary Paffett hat den sechsten Lauf der Deutschen Tourenwagen Masters auf dem Norisring in Nürnberg gewonnen und sich im Gesamt-Klassement wieder auf den ersten Rang geschoben. Für Paffet war es der dritte Saisonsieg.

Gary Paffett hat die Gunst der Stunde genutzt und beim sechsten Rennen der Deutschen Tourenwagen Masters auf dem Nürnberger Norisring seinen dritten Saisonsieg gefeiert. Dadurch hat sich der Mercedes-Pilot im Gesamt-Klassement wieder auf den ersten Rang geschoben. "Das hat großen Spaß gemacht. Wir hatten die perfekte Strategie, ich musste zum Schluss gar nicht mehr alles riskieren", sagte der Engländer mit einem breiten Grinsen.

Abt vor Ekström auf Rang zwei

Paffett gewann das von zahlreichen spektakulären Abflügen und Ausrutschern geprägte Rennen vor Christian Abt (Kempten) im Audi A4 und Titelverteidiger Mattias Ekström (Schweden). Der Audi-Pilot fiel in der DTM-Wertung mit drei Punkten Rückstand auf Paffett (41:44) allerdings auf Position zwei zurück. Insgesamt verfolgten 143 000 Zuschauer den Tourenwagen-Auftritt am Wochenende und sorgten für einen DTM-Rekord.

Bester Opel-Pilot war der ehemalige Formel-1-Star Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach), der im Vectra GTS V8 den sechsten Platz belegte. Dessen Teamkollege Manuel Reuter aus Saalfelden wurde nach einer rüden Attacke gegen Ekström in der letzten Runde mit einer 30 Sekunden Strafe belegt und stürzte dadurch noch vom dritten auf den neunten Rang ab. Insgesamt kamen nur zehn von 20 Autos ins Ziel. Bei dem Schrott-Festival entstanden Schäden in Millionenhöhe, doch alle Bruchpiloten blieben glücklicherweise unverletzt.

Grandiose Aufholjagd von Frentzen

Turbulent ging es bereits beim Start zu. Heinz-Harald Frentzen war in der ersten Kurve unverschuldet in eine Kollision verwickelt, drehte sich mit dem Vectra GTS und fiel ans Ende der Feldes zurück, ehe er seine tolle Aufholjagd startete. Doch es kam noch schlimmer für Opel. Ohne erkennbaren Grund raste der Schweizer Marcel Fässler in Führung liegend in Runde 30 in die Mauer, rollte sein schwer beschädigtes Fahrzeug zurück in die Box und gab auf.

Wutentbrannt warf er die Handschuhe in die Ecke und schüttelte immer wieder den Kopf. "Ich weiß nicht, was da los war. Ich habe plötzlich das Auto verloren und bin dann voll in die Leitplanke gekracht", sagte Fässler. Opel-Sportchef Volker Strycek konnte aufklären: "Marcel ist auf einer Ölspur von Rinaldo Capellos beschädigtem Auto ausgerutscht. Schade, heute waren wir so gut dabei."

Häkkinen fällt in Runde sechs aus

Pech hatte auch Mika Häkkinen bei seiner Norisring-Premiere. Der 36 Jahre alte Finne schied in der sechsten Runde nach einer Kollision mit seinem Markenkollegen Jamie Green (England) aus. In den Unfall war auch Ekström verwickelt, der im Gegensatz zu Häkkinen zwar im Rennen blieb, aber zunächst weit zurückfiel und sich danach mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch wieder nach vorne kämpfte.

"Ich bin sehr enttäuscht, denn ich war gut unterwegs, und dann hat einer Mist gebaut", meinte der zweimalige Formel-1-Weltmeister Häkkinen: "Darüber müssen wir noch reden. Aber erstmal will ich mir die Videobilder ansehen." Für Mercedes-Sportchef Norbert Haug war die Schuldfrage schnell beantwortet: "Jamie war in dieser Szene sicher zu optimistisch."

© SID

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