Motorsport
Paffett will die letzten Titel-Zweifel ausräumen

Beim Saisonfinale der Deutschen Tourenwagen Masters in Hockenheim will Gary Paffett (Mercedes) den Titelgewinn endgültig unter Dach und Fach bringen. Der Brite führt das Gesamtklassement vor Mattias Ekström (Audi) an.

Die Titelfeier dürfte bei Mercedes schon fest eingeplant sein. In der Formel-1-WM hat es in diesem Jahr zweimal nicht ganz gereicht, in der Deutschen Tourenwagen Masters soll es dafür nun das lang ersehnte Happy End geben. Hoffnungsträger der Stuttgarter ist der Brite Gary Paffett, der die Gesamtwertung vor dem Saisonfinale am Sonntag (14 Uhr/live in der ARD) in Hockenheim nahezu uneinholbar vor Titelverteidiger Mattias Ekström (Schweden) im Abt-Audi A4 anführt.

Paffett hat in der Gesamtwertung neun Punkte mehr auf dem Konto als Ekström. Dem Silberpfeil-Piloten würde somit schon ein Zähler, gleichbedeutend mit einem achten Platz, zum größten Erfolg seiner Karriere reichen. Mehr Spannung verspricht indes der Kampf um den Titel in der Herstellerwertung. Hier hat Titelverteidiger Audi zwar zwölf Punkte Rückstand auf Mercedes-Benz (168:180), aber bei 39 zu vergebenden Zählern ist noch alles offen.

Haug: "Eine spannende Saison"

Mercedes-Sportchef Norbert Haug zieht eine positive Bilanz: "Es war vor allem für die Zuschauer eine spannende Saison und für unsere Mannschaft eine gute. Und Hockenheim wird einen Rekordbesuch in der DTM-Geschichte erleben und wohl auch mehr Zuschauer haben als im Juli bei der Formel 1." Im Vorverkauf wurden vor dem Saisonfinale rund 70 000 Tickets abgesetzt.

"Hockenheim ist DTM, und DTM ist Hockenheim. Wenn ich an ein typisches DTM-Rennen denke, denke ich an Hockenheim", erzählt Haug. Mehr als 14 000 Karten wurden im Vorfeld an die Mercedes-Kunden und Mercedes-Mitarbeiter verkauft. Haug: "Während andere Sportarten mit rückläufigen Zahlen zu kämpfen haben, boomt die DTM wie nie." Es sei der faire Eintrittspreis und das gebotene Programm, das die Besucher anziehe: "Der Kunde ist König bei der DTM."

Keine Spazierfahrt für Paffett

Trotz des scheinbar beruhigenden Vorsprungs von Paffett gibt es laut Haug keine Spazierfahrt zum Titel. Er erwarte "Spannung pur von Anfang bis Ende", meint der Mercedes-Sportchef: "Es gibt zwei Titelaspiranten, die alles geben werden und drei Marken, die gewinnen wollen. Ein Dutzend Sieganwärter sind im Feld."

Opel hofft auf versöhnlichen Abschluss

Die Opel-Fans hoffen nach 50 DTM-Rennen in Folge ohne Sieg auf einen versöhnlichen Abschluss, denn die Rüsselsheimer werden wie angekündigt ihr Werksengagement einstellen. Allerdings könnte ein mögliches Privatteam dafür sorgen, dass Opel auch 2006 weiter als dritte Marke neben Audi und Mercedes-Benz in der DTM vertreten ist.

Der Ausstieg von Opel sei für die DTM eine Bedrohung, dennoch sieht Haug weiter eine Zukunft für die populärste Tourenwagenserie Europas: "Die DTM wurde auch dadurch stark, dass sie immer um ihr nächstes Jahr kämpfen musste, gebratene Tauben flogen hier noch niemandem in den Mund."

Es gebe seit geraumer Zeit Gespräche mit Herstellern über einen möglichen DTM-Einstieg, darüber sei jedoch Stillschweigen vereinbart worden, sagt Haug: "Die DTM bietet für die Hersteller einen enormen Gegenwert für das eingesetzte Geld, zumindest, wenn konkurrenzfähig gefahren wird." Das Preis/Leistungsverhältnis der DTM braucht sich hinter keiner Rennserie zu verstecken, und das wüssten laut Haug auch die Hersteller, die nicht in der DTM antreten.

© SID

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