Premiere auf unbekannten Terrain
Rennkalender für die DTM-Saison steht

Die Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) wird 2006 teilweise auf unbekanntem Terrain ausgetragen. Im Terminkaleder für die kommende Saison sind neben Le Mans (Frankreich) auch Brands Hatch (England) und Barcelona (Spanien) als Strecken vorgesehen, auf denen die DTM Premiere feiert. "Mit Le Mans und den anderen neuen Strecken im Ausland, erschließt die DTM weitere interessante Märkte in Europa und unterstreicht die internationale Ausrichtung der Serie", betonte DTM-Boss Hans-Werner Aufrecht.

Le Mans, alljährlich Schauplatz des 24-Stunden-Rennens, ist am 15. Oktober Austragungsort des neunten von insgesamt zehn DTM-Rennen 2006. Darauf einigten sich die französischen Rennstreckenbetreiber A.C.O. und die Tourenwagen-Vereinigung ITR. Damit startet die DTM erstmals überhaupt in Frankreich.

Zehn Rennen in fünf Ländern

"Zehn Rennen, vier davon im Ausland und drei neue Rennstrecken, das ist ein gelungener Rennkalender für die DTM-Saison 2006", meint Aufrecht. Die zehn Rennen in diesem Jahr werden in fünf europäischen Ländern gefahren.

Neben den Neuerungen soll aber auch die Tradition gewahrt bleiben. Das Rennen im niederländischen Zandvoort ist legendär, ebenso die deutschen Austragungsorte Eurospeedway Lausitz, Motorsport Arena Oschersleben, Nürburgring und das Stadtrennen auf dem Nürnberger Norisring. In Hockenheim finden der Saisonauftakt und das Finale statt.

In Hockenheim, am Nürburgring und auf dem "Circuit de Catalunya" in Barcelona gastiert die DTM auf den Grand-Prix-Kursen der Formel 1. Der vorletzte Saisonlauf in Le Mans ist der erste Auftritt der DTM in Frankreich seit der Wiederbelebung der Serie im Jahr 2000. 1995 und 1996 gastierte die damalige ITC zweimal im französischen Magny Cours.

Die DTM hat seit Jahren eine enge Beziehung zu Frankreich. 2002 wechselte Lokalmatador Jean Alesi als erster Formel-1-Fahrer in die populärste Tourenwagenserie Europas. Der Mercedes-Pilot gewann sein erstes DTM-Rennen schon im dritten Lauf, das schaffte nach ihm nur noch der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (Finnland).

Alesi freut sich auf sein Heimrennen

2002 gewann der Franzose Laurent Aiello in einem Abt-Audi TTR den DTM-Titel. Alesi, der vor zwei Wochen mit der Aufnahme in die französische Ehrenlegion die höchste zivile Auszeichnung in seinem Heimatland erhielt, freut sich bereits auf das DTM-Heimspiel. "Vor heimischer Kulisse ein Rennen zu fahren, ist immer etwas Besonderes. Dass es dazu noch auf der legendären Strecke von Le Mans ist, ist eine spezielle Herausforderung", sagt der viermalige DTM-Rennsieger: "Ein Erfolg in Frankreich wäre für mich natürlich das Größte."

Neben Alesi hat auch ein Däne "Heimspiel" in Frankreich: Tom Kristensen feierte 2005 seinen siebten Le-Mans-Sieg und trug sich damit in die Rekordlisten des Langstreckenklassikers ein. "Für mich ist und bleibt Le Mans immer etwas Besonderes. Hier habe ich im Sportwagen meine größten Erfolge gefeiert, und ich hoffe, dass ich auch im DTM-Auto erfolgreich bin", sagt der Audi-Werksfahrer.

© SID

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