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„Schumi“ absolviert Formel-1-Härtetest in der Wüste

Erst in den Schnee, dann in die Wüste: So könnte Michael Schumachers Fahrplan zum möglichen Formel-1-Comeback aussehen. Ein Härtetest in der Wüste von Abu Dhabi könnte klären, ob der Rekordweltmeister körperlich fit genug für die Rückkehr ins Rennauto ist.

Laut Bild-Zeitung planen Schumacher und Mercedes nach einem Skiurlaub des Kerpeners angeblich in den nächsten zwei Wochen private Testfahrten, die völlig unabhängig vom europäischen Winterwetter auf der neuen Formel-1-Rennstrecke in Abu Dhabi stattfinden könnten.

In dem arabischen Emirat, das über seinen Staatsfonds Aabar größter Anteilseigner sowohl am Daimler-Konzern als auch 30-Prozent-Partner des künftigen Formel-1-Werksteams der Stuttgarter ist, hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche gerade erst erklärt, dass der Fahrer des zweiten "Silberpfeils" neben Nico Rosberg (Wiesbaden) wohl erst Anfang 2010 bekannt gegeben wird. An den Finanzen - spekuliert wird über ein Jahresgehalt zwischen 3,5 und sieben Mill. Euro - würde ein Comeback Schumachers übrigens nicht scheitern. "Ob er fahren wird oder nicht ist keine Frage des Geldes", sagte sein Manager Willi Weber dem Sport-Informations-Dienst (SID).

"Er macht einen fitten Eindruck"

Schon eher eine Frage der körperlichen Belastbarkeit. Vor möglichen Testfahrten geht Schumacher aber erst einmal Skifahren, wie Weber dem Express erklärte. Dass Testfahrten geplant seien, bestätigte Weber aber nicht. Der Schwabe gab allerdings dem SID eine persönliche Einschätzung über den Gesundheitszustand seines Schützlings, der am 3. Januar 41 Jahre alt wird. "Er macht auf mich einen fitten Eindruck", sagte Weber: "Aber ich bin kein Arzt. Deshalb halte ich mich da lieber bedeckt." Weber verwies darauf, dass Schumacher beim letztlich gescheiterten Comebackversuch als Ersatz für den verletzten Ferrari-Piloten Felipe Massa (Brasilien) im August auch anscheinend körperlich fit gewesen sei.

Damals waren allerdings nach Testfahrten wieder Schmerzen an der Schädelbasis aufgetreten, an der sich Schumacher bei einem schweren Motorradsturz im Februar einen Bruch zugezogen hatte. Nach den Testfahrten hatte ihm daher sein Vertrauensarzt Johannes Peil aus der Sportklinik Bad Nauheim vom Comeback abgeraten. Peil würde auch jetzt Schumacher vor einer Rückkehr in die "Königsklasse" durchchecken. Dass in den nächsten Tagen ein Termin geplant sei, konnte Weber nicht bestätigen. "Seine privaten Termine macht Michael selbst", sagte er.

Sollte es zu den Testfahrten kommen, würde Peil danach Schumacher nochmals gründlich untersuchen, bevor er endgültig grünes Licht für ein Comeback gibt. Die Tests würden möglicherweise mit einem rund 600 PS starken Boliden aus der GP2-Serie stattfinden, da Testfahrten mit aktuellen Formel-1-Autos laut Reglement bis Anfang Februar verboten sind. Nur Einsätze von mindestens zwei Jahre alten Autos wären erlaubt, wie in dieser Woche bei Ferrari-Pilot Felipe Massa (Brasilien) oder Schumacher selbst im August. Ob Mercedes dafür auf Autos aus der alten Partnerschaft mit Mclaren zurückgreifen könnte, müsste ebenso erst vertraglich geklärt werden wie ein vom Express vermuteter Einsatz eines 2007er-Autos des Brawn-Vorgängerteams Honda.

© SID

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