Motorsport
"Quick Nick" muss die Saison beenden

Für Nick Heidfeld ist die Formel-1-Saison 2005 vorzeitig beendet. Wegen seiner Verletzung wird der BMW-Williams-Pilot auch in den beiden letzten Saisonrennen nicht starten. Heidfeld wird durch Antonio Pizzonia ersetzt.

Rätselraten um die Gesundheit von Nick Heidfeld: Erst hatte der Mönchengladbacher die Formel-1-Saison 2005 vorzeitig beendet, dann stellte sich heraus, dass der derzeit verletzt pausierende BMW-Williams-Pilot am Sonntag in seiner Schweizer Wahl-Heimat ein Radrennen bestreitet - 18 Tage, nachdem er im Fahrradtraining mit einem Motorrad kollidierte und dabei schwer verletzt wurde.

Heidfeld ist laut der Schweizer Nachrichtenagentur si mit etwa 2000 anderen Radfahrern im Rahmenprogramm der Shares-Züri-Metzgete am Start. Diese Veranstaltung führt über 71 Kilometer. "Nick hat vor Wochen mal zugesagt. Ich finde es kurios, dass der Veranstalter sich danach nicht mehr bei ihm erkundigt hat, ob er wirklich teilnimmt", sagte Manager Werner Heinz dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Karriere keineswegs in Gefahr

Gerüchte, nach denen Heidfeld möglicherweise schwerer verletzt sei als bislang angenommen, wies sein Manager entschieden zurück. "Nicks Karriere ist absolut nicht in Gefahr, da brauchen sich die Fans keine Sorgen zu machen. Er hat bei Belastungen noch Schmerzen im rechten Arm, das ist nach so einem Unfall völlig normal", sagte Heinz.

Zuvor hatte "Quick Nick", der in Monza, Spa und Sao Paulo verletzt pausierte, seinen Verzicht auf die letzten beiden Rennen des Jahres in Suzuka (9. Oktober) und Schanghai (16. Oktober) erklärt.

Über sein Management ließ Heidfeld mitteilen, dass er gehofft hatte, dass er sich schnell von seinen Verletzungen erhole, um für die letzten beiden Rennen der Saison wieder fit zu sein. "Bei den Simulatortests habe ich festgestellt, dass ich nur zu 50 Prozent belastbar bin, und deshalb kann ich dieses Jahr leider nicht mehr starten", sagte der Pechvogel.

Pizzonia springt in die Bresche

Heidfelds Platz nimmt wie schon bei den drei WM-Läufen zuvor erneut Ersatzfahrer Antonio Pizzonia (Brasilien) ein. Teamkollege ist der Australier Mark Webber. Das teilte der Williams-Rennstall mit. Teamchef Sir Frank Williams ist zuversichtlich, dass Pizzonia "uns in den kommenden beiden Rennen helfen kann und gute Dienste leisten wird".

Nico Rosbergs Hoffnungen geplatzt

Damit sind die Hoffnungen von Nico Rosberg geplatzt, bereits in diesem Jahr sein Debüt in der "Königsklasse" zu geben. Offenbar war Williams das Risiko zu groß, den Sohn des ehemaligen Weltmeisters Keke Rosberg (Finnland) einzusetzen. Rosberg junior fährt 2005 in der GP2-Serie und gilt als eines der größten Talente.

© SID

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