Motorsport
Räikkönen holt Pole Position, "Schumi" Fünfter

Kimi Räikkönen startet beim Großen Preis von Deutschland am Sonntag von der Pole Position. Zweitschnellste Zeit in der Qualifikation fuhr Jenson Button vor Fernando Alonso. Michael Schumacher startet von Rang fünf.

Kimi Räikkönen will mit einer weiteren "Sternstunde" seine "schwarze Serie" in Hockenheim beenden, aber auch der zuletzt abgeschlagene Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher scheint nicht mehr allzu weit von der Spitze entfernt. Der Champion und Vorjahresgewinner belegte im Qualifying zum Großen Preis von Deutschland am Sonntag (14.00/live bei RTL und Premiere) den fünften Platz (1:15,006 Minuten) und liebäugelt sogar mit dem Sprung in die "Top 3".

"Man darf sicherlich vom Podest träumen."

"Man darf sicherlich vom Podest träumen. Wir wissen, dass es regnen kann. Da ist natürlich die Hoffnung, dass das Wetter alles noch etwas durcheinander wirbeln kann", meinte Schumacher, der zuletzt seinen Ferrari in Mugello und Le Castellet mehreren Tests unterzogen hatte und mit einem überarbeiteten Aerodynamik-Paket startet. Topfavorit ist aber der in der WM-Fahrerwertung zweitplatzierte Räikkönen. Der "Iceman" eroberte sich bereits zum vierten Mal in der laufenden Saison die Pole Position (1:14,320) und nährte die Hoffnungen von Mclaren-Mercedes auf den ersten Triumph beim "Heimspiel" am Ring seit 1998. "Wir haben ein starkes Paket und wollen uns mit einem Sieg im WM-Titelrennen zurückmelden", kündigte der Finne an und betonte: "Das ist ein ganz wichtiges Rennen, und wir sind in einer guten Position."

Allerdings ist die Bilanz des Blondschopfes ausgerechnet auf der Mercedes-Hausstrecke miserabel. Bei seinen bisherigen vier Starts kam Räikkönen noch nie ins Ziel, zuletzt brach ihm 2004 der Heckflügel. Der derzeit mit 26 WM-Punkten auf Räikkönen führende Spanier Fernando Alonso landete im Renault auf dem dritten Rang hinter dem Engländer Jenson Button (BAR-Honda). Die mögliche "Doppel-Pole" für Mercedes vergab Juan Pablo Montoya. Der Kolumbianer leistete sich in der letzten Kurve einen Dreher und landete im Kiesbett.

"Wir werden bald auf dem Niveau von Mercedes sein."

"Ohne Juans Fehler wäre die erste Reihe sicher möglich gewesen", meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug und lobte Räikkönen: "Kimi hat eine Klasse-Vorstellung gezeigt." Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld wurde im BMW-Williams Siebter, Ralf Schumacher (Kerpen) kam auf Platz zwölf. Alonso ist vor Räikkönens angekündigter Aufholjagd nicht bange. "Wir werden bald auf dem Niveau von Mercedes sein. Noch liege ich mit einem Vorsprung an der Spitze und habe alle Möglichkeiten", meinte der WM-Spitzenreiter, der sich am Hockenheimring ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk machen will. Am kommenden Freitag - zwei Tage vor dem Großen Preis von Ungarn auf dem Hungaroring - wird Alonso 24 Jahre alt und könnte damit am Saisonende zum jüngsten Formel-1-Weltmeister aller Zeiten avancieren.

Zufrieden mit der dritten Startreihe war auch Michael Schumacher, der am Freitag im Training nicht über Platz neun hinausgekommen war. "Ich bin nicht überrascht, dass wir jetzt dort stehen. Mercedes und Renault waren schneller, und im Normalfall siedeln wir uns dahinter an", meinte "Schumi", der am Sonntag auf eine Rekordkulisse von 110 000 Zuschauern hofft.

© SID

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