Ralf Schumacher Dritter
Renault feiert den totalen Triumph

Den Fahrertitel hatte Fernando Alonso schon in Sao Paulo perfekt gemacht. Im letzten Rennen des Jahres in Schanghai setzte er der Saison noch das Sahnehäubchen auf und bescherte seinem Team den totalen Triumph: Mit einem weiteren Sieg sicherte er seinem Rennstall auch die Konstrukteurs-WM. Nach insgesamt 19 Rennen beendete Renault die Saison mit einem Vorsprung von neun Punkten vor McLaren-Mercedes. Für die Familie Schumacher ging die Saison ganz unterschiedlich zu Ende.

HB SCHANGHAI. Während der Spanier beim Großen Preis von China mit einem Start-Ziel-Sieg souverän zum siebten Saisonerfolg fuhr, sorgte der elfte Rennausfall eines Silberpfeils am Sonntag in Schanghai für die frühe Vorentscheidung im Kampf um den prestigeträchtigen Team-Titel. Der zweite Platz von Vize-Weltmeister Kimi Räikkönen vor dem überraschend starken Ralf Schumacher im Toyota nutzte dem britisch-schwäbischen Rennstall nicht mehr viel. „Es war nicht unser Tag. Wir versuchen es im neuen Jahr wieder“, sagte der Finne, der wie Alonso sieben Saisonsiege geschafft hat.

Im letzten Rennen des Jahres musste Juan Pablo Montoya seinen Wagen in Runde 25 mit einem Motorschaden in der Garage parken. Der siebte Ausfall des Kolumbianers bescherte Ex-Weltmeister Schumacher (62 Punkte) Platz drei in der Fahrerwertung hinter Alonso (133) und Räikkönen (112). Auch für den Ferrari-Piloten war das Rennen nach einem Ausrutscher in der Safety-Car-Phase früh beendet. „Es war wie auf Eis. Und das hat ausgereicht, um den Dreher auszulösen“, sagte Schumacher.

Sein Bruder Ralf im Toyota nutzte die Gunst der Stunde, fuhr zum zweiten Mal nach Ungarn auf das Podium. Er beendet seine erste Saison für die Japaner mit 45 Punkten auf Rang sechs. „Es war kein einfaches Wochenende, denn das Auto war ziemlich zickig. Aber es war doch großartig“, sagte er. Ralf Schumacher verwies mit einer taktischen Meisterleistung Giancarlo Fisichella, der zu aggressiv gefahren war und deshalb durch die Boxengasse musste, noch auf Platz vier. Sein Team belegte in der Konstrukteurswertung mit 88 Zählern immerhin Platz vier hinter Renault (191), McLaren-Mercedes (182) und Ferrari (100).

Für Michael Schumacher begann das letzte Saisonrennen bereits mit einem Unfall in der Einführungsrunde. Nach einem Spurwechsel des Ferrari-Stars krachte der Niederländer Christijan Albers im Minardi in den Wagen des Kerpeners und beschädigte diesen. Der Ex-Weltmeister startete deshalb im vollgetankten Ersatzwagen aus der Boxengasse. Vorne gewannen die mit ihrem neuen Motor in die erste Reihe gerasten Renaults den Start gegen die Rivalen von McLaren-Mercedes. Weltmeister Alonso fuhr eine schnellste Runde nach der anderen. Fisichella im zweiten Wagen des französischen Automobil-Herstellers hielt unterdessen Räikkönen und Montoya auf Distanz.

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